Maurice Post (r.) und der SV Sodingen am Boden? Das Bild täuscht. Denn meist waren die Gäste am Sonntag gedanken- schneller als Mel Gerner, Robin Pötter (v.l.) und der SV RW Deuten. © Ralf Pieper
Fussball

Rot-Weiß Deuten lädt Sodingen zum Toreschießen ein

Der SV Sodingen musste für seinen Sieg beim SV Rot-Weiß Deuten am Sonntag nicht viel tun. Disziplinierte Verteidigungsarbeit und das Warten auf Deutener Fehler reichten.

Der SV Rot-Weiß Deuten steckt in der Westfalenliga 2 im Tabellenkeller fest. Nach dem 2:4 gegen den SV Sodingen rutschten die Deutener auf Platz 16 ab und fahren nun am kommenden Sonntag zum absoluten Kellerderby bei Schlusslicht SpVg. Hagen. Dabei wird es für die Rot-Weißen vor allem um eines gehen: Fehler vermeiden.

Zwei Ecken und ein eigener Freistoß

Denn die kosteten das Team des Trainerduos Markus Falkenstein/Marek Swiatkowski am Sonntag letztlich die Punkte. Den ersten nahm Markus Falkenstein auf seine Kappe: „Wir hatten bei der Ecke Kommunikationsprobleme. Einer unserer Stürmer hätte eigentlich vorne bleiben sollen, dann wäre der spätere Sodinger Torschütze bei ihm geblieben und nicht vor unserem Tor aufgetaucht.“

Doch so kam besagter Julian Kaminski am linken Strafraumeck an den Ball. Dass er von dort unbedrängt schießen durfte, war dann kein Kommunikationsproblem mehr – 0:1 nach 17 Minuten.

Beim zweiten Gegentreffer brachten sich die Deutener bei einem eigenen Freistoß in Höhe der Mittellinie selbst in Bedrängnis. Robin Pötter wurde hart angegangen, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, und Sodingens Philip Breilmann traf aus dem Mittelkreis über den weit vor seinem Tor stehenden Marvin Radüchel (39.).

Nächster Standard, nächstes Gegentor: Unmittelbar vor dem Pausenpfiff bekam Deuten den Ball bei einer Sodinger Ecke nicht aus dem Strafraum, und Kevin Rudolph sagte aus zwölf Metern „Danke“ (45.).

Dass es noch einmal spannend wurde, lag an Till Goekes schnellem Anschlusstreffer nach dem Seitenwechsel (46.). Deuten spielte nun etwas druckvoller, mehr als eine gute Einschussmöglichkeit von Jonas Weid (60.) sprang aber zunächst nicht heraus. Der eingewechselte Ben Richter ließ mit dem 2:3 noch einmal Hoffnung keimen (88.). Doch mit einem Konter machte Sodingen in der Schlussminute gegen die aufgerückten Gastgeber alles klar.

Kein Vorwurf von Falkenstein ans Team

Markus Falkenstein mochte der Mannschaft nach dem Schlusspfiff keinen Vorwurf machen: „Wir hatten selbst zur Pause noch das Gefühl, dass hier noch was geht. Aus dem Spiel heraus haben wir Sodingen ja in der ersten Halbzeit im Grunde keine Chance erlaubt.“ Wenn nur die Deutener Fehler nicht gewesen wären.

Unverdient war der Erfolg der Gäste aber keineswegs. Gegen die aggressiv verteidigenden und läuferisch überzeugenden Gäste fand Deutens Offensivabteilung in den ersten 45 Minuten nur ein einziges Mal eine Lücke, doch Dennis Dreppers Rückpass von der Torauslinie war zu ungenau, und Vangjel Frasheri konnte ihn nicht unter Kontrolle bringen (34.). Ansonsten kam zu keiner Zeit Gefahr für das Tor der Gäste auf.

Das änderte sich unmittelbar nach Beginn der zweiten Halbzeit, doch unterm Strich blieben die Deutener Bemühungen wenig zwingend. Das muss am kommenden Sonntag in Hagen anders werden.

  • Deuten: Radüchel; Weid, Hubert, T. Goeke, Frasheri, Löbler, Drepper (58. Drepper), Fabisiak, Gerner (77. Richter), Falkenstein, Pötter.
    Tore: 0:1 Kaminski 817.); 0:2 Breilmann (39.); 0:3 Rudolph (45.); 1:3 T. Goeke (46.); 2:3 Richter (88.); 2:4 Kanapin (90.).
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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner