Nikolaj Zugcic (M.) und die Schermbecker Defensive waren in den vergangenen Partien Garanten für die Schermbecker Erfolge gewesen. Gegen Siegen hatten sie aber Probleme. © Joachim Lücke
Fussball

SV Schermbeck hilft Siegen beim Siegen

Der SV Schermbeck hat auf dem Weg in die Aufstiegsrunde einen Rückschlag erlitten. Gegen die Sportfreunde Siegen verloren die Schermbecker ihr Heimspiel mit 2:3, und das ging auch so in Ordnung.

Beim Spiel in der Volksbank Arena war eine große Polizeieinheit anwesend, da die Siegener Fans keinen guten Ruf haben. Tatsächlich mussten die Ordnungshüter auch im zweiten Durchgang einschreiten und führten ein paar Fans der Sportfreunde ab.

Karagülmez verwandelt einen Strafstoß zum 1:0

Die Schermbecker kamen nach einem längeren Abtasten besser in die Partie. Timur Karagülmez prüfte mit einem strammen Schuss aus 20 Metern zum ersten Mal den Siegener Schlussmann Oliver Schnitzler (14.). Nur eine Minute später wurde Karagülmez im Siegener Strafraum von Eli Pinner von den Beinen geholt, und verwandelte selber den fälligen Strafstoß zur 1:0-Führung.

Doch aus diesem Vorteil machten die Schermbecker so gut wie gar nichts. Vielmehr wurden die Gäste immer stärker und gewannen im Mittelfeld die meisten Zweikämpfe. Schon in der 21. Minute hatten die Schermbecker viel Glück. Marcel Mosch traf den rechten Pfosten und Justin Huber setzte den Abpraller über das Tor.

Sleiman Salha ärgerte sich über den Ausgleich sehr

Über den Ausgleich ärgerte sich SVS-Coach Sleiman Salha sehr: „Aus einem simplen Einwurf darf kein Tor fallen.“ Doch Marcel Mosch kam über rechts in den Strafraum und traf ins lange Eck (35.).

In der Kabine forderte Salha mehr Kampf, doch die Platzherren wurden schnell kalt erwischt. Ein Distanzschuss traf Lukas Steinrötter. Der Ball lag frei am Fünfmeterraum, Tobias Filipzik schaltete schneller als die SVS-Abwehrspieler und spitzelte den Ball über die Linie (48.).

Von Schermbeck kam spielerisch nicht besonders viel. Die Platzherren hatten Probleme, den Ball an den Mann zu bringen, der meist sichere Beute der starken Siegener Abwehr wurde. Salha sagte: „Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht, sodass Siegen leichtes Spiel hatte.“

Maik Habitz trifft nach Standard zum Ausgleich

So war es keine Überraschung, dass der Ausgleich durch eine Standardsituation fiel. Timur Karagülmez brachte einen Freistoß hoch in den Siegener Strafraum. Maik Habitz kam an den Ball und verlängert zum 2:2 ins Siegener Tor (59.).

Dieser Treffer schien die Schermbecker aufzuwecken. Für einige Minuten sah es so aus, als sollten sie besser ins Spiel kommen. Doch erneut kamen die wichtigen Pässe nicht an.

Auch beim 2:3 offenbarten sich Unsicherheiten in der SVS-Hintermannschaft, die in den letzten beiden Spielen so brilliert hatte. Ein Siegener Schuss ging an den rechten Pfosten. Erneut schalteten die Schermbecker nicht schnell genug, und der der eingewechselte Joshua Walter nutzte die Starre zum Siegtreffer (77.). Schermbeck brachte offensiv nichts mehr zustande, und hatte noch Glück, dass die Gäste einige Konterchancen nicht nutzten.

  • SVS: Hester, Schlüter (80. Miles Grumann), Habitz, Özdemir (58. Packowski), Zugcic, Özkara, Steinrötter, Karagülmez, Bachmann, Schick, Stieber.
    Tore: 1:0 Karagülmez (Foulelfmeter, 15.), 1:1 Mosch (35.), 1:2 Filipzik (48.), 2:2 Habitz (59.), 2:3 Walter (77.).

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