Lokalmatador Jens Hoffrogge war beim Late-Entry-Geländetag seines RV Lippe-Bruch natürlich auch mit am Start und erzielte gute Ergebnisse. © Joachim Lücke
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Trotz Corona – RV Lippe-Bruch Gahlen konnte endlich wieder ein Turnier veranstalten

Late Entry – später Eintrag – mit dieser Art von Turnieren versucht auch der RV Lippe-Bruch Gahlen, den Weg zurück zur Normalität zu finden. Das geht aber noch nicht für alle Reiter.

Endlich wieder im Sattel unter Turnierbedingungen! Einen Late-Entry-Geländetag mit Qualifikation zum Bundeschampionat des Deutschen Vielseitigkeitspferdes 2021 veranstaltete der Reiterverein Lippe-Bruch Gahlen am vergangenen Samstag im Geländepark auf dem Hardtberg – natürlich unter Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen.

Hoffrogge: „Es war nass, sehr nass“

Allerdings hatte Wettergott Petrus nicht unbedingt ein Einsehen mit der ausschließlich für Berufsreiter und -reiterinnen ausgerichteten Veranstaltung. Lokalmatador Jens Hoffrogge gab schmunzelnd zum besten: „Es war nass, sehr nass.“ Die 1. Vorsitzende des RV Lippe-Bruch, Christiane Rittmann, ergänzte mit Blick auf das Regenwetter: „Von den Aktiven und Helferinnen und Helfern kamen aber keine Beschwerden, die waren froh, endlich wieder etwas machen zu können.“

In enger Abstimmung mit der Stadt Dorsten hinsichtlich der Corona-Auflagen hatte der Reiterverein das Turnier hervorragend organisiert. So bestand auch draußen die Pflicht zum Tragen des Mund- und Nasenschutzes, ein Anwesenheitsnachweis mit Kontaktdaten musste ausgefüllt und bei der Eingangskontrolle abgegeben werden, Abstände beim Parken und im Gelände waren einzuhalten und die Händedesinfektion war natürlich selbstverständlich. So waren außer Richtern und Helfern aus Reihen des Vereins auch keine Zuschauer zugelassen und die Anzahl der Betreuer/innen für die Pferde war ebenfalls reglementiert: bis drei Pferde eine Betreuungsperson, bis fünf Pferde zwei und ab fünf Pferden deren drei.

So erfreute sich das Late-Entry-Angebot des RV Lippe-Bruch auch des Zuspruchs zahlreicher professioneller „Buschreiter/innen“. Und die Aktiven und ihre Pferde zeigten trotz der widrigen Wetterbedingungen gute Leistungen im Gelände. Rittmann: „Es sind alle oben geblieben, es gab keinen Sturz.“

Aber nicht nur die Profis waren am Wochenende am Start. Christiane Rittmann: „Wir versuchen als Verein auf jeden Fall, die Amateure mit einzubeziehen.“ Nach den Dressur-Trainingstagen am Osterwochenende gab es am vergangenen Sonntag ein Geländetraining für Amateure unter der Leitung der Gahlener Trainer Elisa Abeck und Jens Hoffrogge, das trotz weiter regnerischen Wetters ebenfalls regen Zuspruch fand. Jens Hoffrogge: „Die Beteiligung war sehr gut, alle wollen reiten.“ Da wegen der Corona-Schutzbestimmungen Gruppen-Unterricht derzeit nicht erlaubt ist, gab es Einzelunterricht. Hoffrogge zog so auch ein positives Fazit: „Das Ansprechen der einzelnen Teilnehmer im Gelände klappte sehr gut.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Armin Dille, Jahrgang 1952, Dorstener und Ruheständler, seit 1988 freiberuflicher Journalist mit Tätigkeitsschwerpunkt Sportberichterstattung, vornehmlich Fußball, Basketball und Reitsport.
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Armin Dille