Im letzten Testspiel vor dem Start der Bundesliga-Saison verloren die U17-Juniorinnen des SSV Rhade gegen ihre physisch klar überlegenen Altersgenossen von der JSG ETuS Haltern/SV Lippramsdorf mit 0:4. Für Trainer Helge Bruns war das aber kein Beinbruch, denn die Leistung stimmte. © Joachim Lücke
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Vorm Bundesliga-Start kennt der SSV Rhade nur ein Ziel

Mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken starten die U17-Juniorinnen des SSV Rhade am Samstag in ihre zweite Bundesliga-Saison. Es gibt viele Veränderungen, aber auch eine große Konstante.

Zweites Jahr, schwerstes Jahr? Diese alte Fußballer-Weisheit wollen die U17-Juniorinnen des SSV Rhade in der Bundesliga West/Südwest ab kommenden Samstag natürlich gerne widerlegen. Dabei sind Prognosen schwierig. Trainer Helge Bruns spricht sogar von einem „Schuss ins Blaue“. Eine klare Zielsetzung gibt es aber natürlich trotzdem, und die heißt wie in der vergangenen Saison Klassenerhalt.

„Alles andere wäre Zubrot“, sagt Bruns, den der SSV im vergangenen Sommer als Cotrainer schon mit dem Gedanken geholt hatte, perspektivisch die Nachfolge von Aufstiegstrainer Mike Lerche anzutreten. Jetzt steht er in der Verantwortung und wird von Markus Brandherm assistiert.

Helge Bruns, SSV Rhade
Helge Bruns sieht sein Team für den Saisonstart gut gerüstet. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Das neue Duo stand zunächst vor der Aufgabe, die altersbedingt ausgeschiedenen Spielerinnen zu ersetzen. Das waren mit Lea Baumeister oder Nele Wansing durchaus Leistungsträgerinnen, doch Helge Bruns sieht die entstandenen Lücken gut geschlossen: „Spielerinnen wie Lea oder Nele eins zu eins zu ersetzen, ist natürlich immer schwierig. Wir werden auch ein sehr junges Team haben mit vielen Spielerinnen des Jahrgangs 2007. Es wird sicher ein Entwicklungsprozess, aber die Mädchen werden ihren Weg gehen, da bin ich sicher.“

Taktisch sieht der neue Trainer das Rhader Bundesliga-Team sogar variabler als im Vorjahr: „Wir haben mit Greta Webers oder Anna Overhoff viel spielerische Klasse dazu gewonnen und haben dadurch im Spiel nach vorne mehr Optionen als letzte Saison. Paradestück ist aber unsere sichere Defensive.“

Letzter Test gegen Jungen aus Haltern und Lippramsdorf

Die war im letzten Test vor dem Saisonstart gegen Saarbrücken am kommenden Samstag (11 Uhr, Risthaus Sportpark Dillenweg 115) besonders gefragt. Denn gegen die B-Jungen der JSG Haltern/Lippramsdorf hatten die Rhaderinnen erwartungsgemäß klare körperliche Nachteile. „Wir wollten gut gegen den Ball arbeiten und haben das auch super gemacht“, war Helge Bruns zufrieden. Das Ergebnis von 0:4? „Nebensache.“

In der achtwöchigen Vorbereitung hat der Wüllener Bruns den Fokus nie auf Resultate gelegt. Wichtiger war ihm, die Belastung der Spielerinnen richtig zu dosieren und allmählich zu steigern. Große Nachwirkungen der Corona-Zwangspause hat er dabei nicht beobachtet: „Die Mädchen haben in der Zeit ohne Teamtraining alle was getan.“

Ein Problem gab es aber doch: „Dass der Großteil der Vorbereitung in die Sommerferien fiel, war unglücklich. Da sollte sich der DFB mal Gedanken über seine Terminplanung machen. Die Ferien waren fast wie eine Verletzung, die die Spielerinnen zwei, drei Wochen aus ihrem Rhythmus geworfen hat.“

Für den Start am Samstag glaubt der Rhader Coach sein Team aber gut gerüstet. Ein Sieg wäre wichtig, denn Saarbrücken sieht Helge Bruns zusammen mit Teams wie TuS Issel oder Speyer auf Augenhöhe mit seiner Elf, wenn es ums Saisonziel geht, und das bleibt bei allen Veränderungen die Konstante im Rhader Bundesliga-Kosmos.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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Andreas Leistner

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