Publikumsliebling Willi Köhler verlässt den BSV Wulfen nach nur einem Jahr wieder

Redakteur
Willi Köhler blockt einen gegnerischen Wurf
Willi Köhler wurde mit dem BSV Wulfen WBV-Pokalsieger und zog ins Aufstiegsfinale der Regionalliga-Play-offs ein. Trotzdem war er zuletzt unzufrieden. © Joachim Lücke
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Im Sommer 2021 war sein Wechsel vom Lokalrivalen BG Dorsten zum BSV Wulfen der Aufreger des Sommers. Jetzt verlässt Willi Köhler den BSV wieder.

„Es war eine superschöne Saison, in der wir große Erfolge gefeiert haben, und der BSV ist ein toller verein“, sagte Köhler am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Aber wer die Spiele der Rückrunde gesehen habe, „der hat gesehen, dass das nicht der Willi Köhler war, den man aus den vergangenen Jahren kennt“.

Er habe lange mit Trainer Gary Johnson gesprochen: „Dass sich unsere Wege nun trennen, ist für beide der richtige Schritt.“

Nach der Rückkehr des lange verletzten Michael Haucke hatten sich Köhlers Spielanteile spürbar verringert. Nur selten sah man noch sein Markenzeichen vergangener Jahre, den Wurf aus der Halbdistanz: „Da fühlte ich mich ins System nicht mehr so richtig eingebunden. Aber ich habe mein Ego hintenan gestellt.“

Das rechnen ihm die BSV-Verantwortlichen hoch an: „Willi hat sich jederzeit tadellos verhalten, ein echter Teamplayer und großer Sportsmann“, bedankt sich BSV-Vorsitzender Christoph Winck beim scheidenden Center.

Der könnte nun in der kommenden Saison wieder zu den Gegnern des BSV gehören. Denn nach der für ihn persönlich unbefriedigenden Rückrunde sagt er: „Ich würde gerne noch ein Jahr 1. Regionalliga spielen. Mal sehen, was sich da von Bochum aus so anbietet.“

Möglichkeiten gibt es zur Genüge von den Vest-Clubs Herten und Recklinghausen bis zu den Hagener Clubs wäre fahrtechnisch einiges erreichbar. Dann könnten auch in der nächsten Saison die „Wiilliiii“-Rufe der BSV-Fans wieder durch die Gesamtschulhalle schallen. Denn bei denen war Köhler schnell zum Publikumsliebling avanciert, und das gute Verhältnis beruhte auf Gegenseitigkeit: „Mit den tollen Fans im Rücken war das eine unglaubliche Saison.“ Aber es bleibt halt bei der einen.