Luca Krause wird Concordia Flaesheim lange fehlen. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Kreisliga A

Bittere erste Male für Flaesheims Krause: Erste OP und erster langer Ausfall

Flaesheims Luca Krause hat sich zum ersten Mal schwer verletzt. So schnell wie ein BVB-Star zuletzt nach der gleichen Verletzung zurückkam, glaubt er, wird es bei ihm nicht gehen.

Keine 30 Minuten waren gespielt, da ging Flaesheims Luca Krause im Spiel gegen Westfalia Vinnum plötzlich zu Boden. „Ich dachte erst, mich hätte einer umgegrätscht“, erzählt der 28-Jährige, „aber ich war der letzte Mann.“

Der Flaesheimer hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt. Ging der gelernte Physiotherapeut im ersten Moment noch von einer etwas weniger schlimmen Diagnose aus, merkte er wenig später in der Notaufnahme, dass er doch lange ausfallen wird. Mittlerweile wurde Krause auch bereits operiert.

„Es war wie im Lehrbuch“, sagt der Flaesheimer, der in der 26. Minute der A-Liga-Partie „einen Peitschenhieb hinten in der Wade“ spürte. Der Concordia-Spieler, der defensiv eigentlich überall einsetzbar ist, hatte sich die Achillessehne gerissen. Zuerst ging er nur von einem Teilriss aus. „Ich glaube, in dem Moment spielte das Adrenalin auch noch eine große Rolle“, so Krause.

BVB-Profi Axel Witsel brauchte fünf Monate, Darmstadts Seydel sieben

„Es war dann relativ schnell klar, dass die Sehne komplett gerissen ist.“ Spätestens in der Notaufnahme, noch vor ersten Untersuchungen, wurde ihm bewusst, „dass es etwas größeres ist“. Der Achillessehnenriss markierte für den 28-Jährigen eine neue Erfahrung, schließlich hatte er sich zuvor nie schwerer verletzt.

Und wenige Tage später folgten noch weitere neue Erfahrungen: Die erste Operation und die erste Narkose. Nun fällt er also auch das erste Mal länger aus. Wie lange genau, ist schwer einzuschätzen. „Aber ich sage es mal so: Wie Axel Witsel schon nach fünf Monaten zur EM zu fahren, ist ein bisschen ambitioniert“, sagt er.

In der vergangenen Woche, erzählt Luca Krause, habe er eine Konferenz der 2. Bundesliga gesehen. „Da wurde Aaron Seydel von Darmstadt erstmals wieder eingewechselt.“ Der Stürmer hatte sich Ende Februar 2021 die Achillessehne gerissen, brauchte also sieben Monate bis zum Comeback.

Ähnlich lange, vermutet der Physiotherapeut, wird es nun auch für ihn dauern. Mindestens noch acht Wochen wird er auf jeden Fall auf Krücken angewiesen sein. Arbeiten kann er vorerst auch nicht mehr, da er in seinem Beruf die meiste Zeit des Tages stehen muss.

Als Zuschauer gegen Herten „war schon ein bisschen Wehmut dabei“

Dass er nun für längere Zeit auch nicht mehr arbeiten kann, ist ebenfalls neu für den Flaesheimer Defensivspieler. „Mein Rettungsanker ist jetzt, dass das neue FIFA rausgekommen ist“, sagt er über die jährlich erscheinende Fußball-Simulation. Damit habe er in nächster Zeit erst mal eine gute Beschäftigung.

Dass er die kommenden Monate jedoch nicht mehr selbst Fußballspielen kann, schmerzt Krause sehr. Das erste Spiel nach seiner Verletzung verfolgte er direkt als Zuschauer. „Da war schon ein bisschen Wehmut dabei“, sagt er. Gerne hätte er seinem Team geholfen, gegen DTSG Herten mehr als nur einen Punkt zu holen.

Nun muss er sich aber erst mal gedulden – etwas, das er nicht unbedingt gut kann, wie er sagt. „Ich bin definitiv kein Geduldsmensch, aber jetzt sollte die Geduld da sein.“ Ein zu frühes Wiedereinsteigen ins Training oder seinen gewohnten Alltag wird Luca Krause auf keinen Fall riskieren.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert