Die Neuzugänge vom SV Bossendorf auf einen Blick. Unter ihnen auch Jan Mettler (3 v. r.). Er kommt aus der Bezirksliga vom VfB Kirchhellen. © Blanka Thieme-Dietel
Fussball: Kreisliga B

Bossendorf-Neuzugang Jan Mettler sieht sich nicht als „Königstransfer“

Von der Bezirksliga in die Kreisliga B. Jan Mettler geht diesen Weg. Wir kennen seine Gründe. Außerdem verrät er uns, wieso ein Wechsel zum SV Bossendorf schon vor vielen Jahren scheiterte.

Bereits seit acht Jahren wohnt Jan Mettler nun in Haltern am See. Seine Fußballschuhe schnürte er bisher allerdings im Kreis Gelsenkirchen beim VfB Kirchhellen in der Bezirksliga. Das ändert sich ab sofort. In Zukunft heißt sein neuer Verein SV Bossendorf.

Ausschlaggebend für den Wechsel zur neuen Saison war sein langjähriger Freund und Neu-Mannschaftskollege Julian Müller. Beide kennen sich über eine gemeinsame Freundin. „Als wir uns kennengelernt haben, haben wir uns auf Anhieb gut verstanden. Daraus ist eine richtige Freundschaft geworden. Wir haben dann immer schon Witze darüber gemacht, dass wir irgendwann noch mal zusammen zocken wollen“, erinnert sich Müller.

Auf die Frage, ob Mettler sich selbst als Königstransfer sieht, hat der Neuzugang eine klare Antwort: „Nein, so sehe ich mich nicht. Es ist kein Geld geflossen und das wollte ich auch nicht. Generell kam aber auch kein anderen Verein außer Bossendorf für mich in Frage.“

Erst 100-Jähriges Jubiläum in Kirchhellen, dann der Wechsel zu Bossendorf

Dass der Vereinswechsel von Mettler zu Bossendorf nicht schon früher zustande kam, hat mit der Verbundenheit des 29-Jährigen zu seinem Ex-Verein aus Kirchhellen zu tun. „Ich wurde immer mal wieder gefragt, ob ich nicht wechseln möchte. Damals wurde der Fußballverein Kirchhellen aber 90 Jahre alt und hat ein Freundschaftsspiel gegen den 1. FC St. Pauli veranstaltet“, erzählt Mettler.

Bossendorfer-
Bossendorfer-“Königstransfer“ Jan Mettler © Blanka Thieme-Dietel © Blanka Thieme-Dietel

Doch er selbst war nicht mit von der Partie. Was bei dem Familienvater den Ansporn auslöste, wenigstens beim 100-jährigen Jubiläum dabei zu sein. „Die 100 wollte ich unbedingt voll machen und auch gegen so einen tollen Gegner spielen. Das Spiel wäre letztes Jahr gewesen. Doch dann kam Corona“, sagt Mettler. So wurde es also nichts mit Mettler und dem Jubiläumsspiel, aber dafür mit dem Wechsel in seine Wahlheimat Haltern am See.

Mettler will einige Stellschrauben justieren

Und dort will der gelernte Rechtsverteidiger und Außenbahnspieler künftig für fußballerische Erfolge sorgen. „Ich wurde wunderbar aufgenommen und die Truppe ist super drauf. Mein Ehrgeiz ist nach wie vor da. Vielleicht können wir ja sogar oben anklopfen“, sagt Mettler.

Helfen soll ihm dabei vor allem seine Erfahrung, die er über viele Jahre hinweg in den höherklassigen Ligen sammeln durfte. Gerade die jüngeren Spieler möchte er mit seiner Routine unterstützen und immer wieder gute Tipps geben. Die erste Baustelle hat Mettler auch schon ausgemacht und sagt dazu: „Ich konnte mir im Training schon einen kleinen Überblick verschaffen. Es ist oft noch sehr leise auf dem Platz und die Kommandos fehlen. Da versuche ich direkt zu helfen.“

Mettlers Debüt könnte zum feucht fröhlichen Event werden

Welche Rolle er in Bossendorf letztendlich einnehmen wird, weiß Mettler aber auch noch nicht genau. „Ich spiele natürlich dort, wo der Trainer mich aufstellt. Aber ich kann mir gut vorstellen, im Zentrum oder der Innenverteidigung zu agieren“, so Mettler.

Vielleicht könnte das erste Testspiel für Bossendorf und Mettler – auf die Frage nach seiner künftigen Position – schon erste Antworten liefern. Er selbst ist jedenfalls gespannt darauf und hat schon so eine Vorahnung. „Ich freue mich schon. Aber mal gucken, wo ich spiele. Debüt bedeutet sowieso eine Kiste Bier, sollte ich die Nummer Zehn tragen, auch eine Kiste, und wenn ich dann noch ein Tor schieße, ebenfalls Kiste“, sagt Mettler zu seinem möglichen Einstand und lacht.

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