Harald Scherer zeigte sich beim Sieg gegen TuRa Bergkamen gewohnt treffsicher. © Blanka Thieme-Dietel
Handball: Oberliga

Der HSC Haltern-Sythen holt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die ersten Punkte

Die Oberliga-Handballer des HSC Haltern-Sythen haben sich die ersten zwei Punkte der laufenden Saison gesichert. Gegen TuRa Bergkamen war der HSC von allen Positionen aus torgefährlich.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat sich der HSC Haltern-Sythen die ersten zwei Punkte in der aktuellen Oberliga-Saison gesichert. Trainer Gerard Siggemann war mit der Leistung seiner Mannschaft beim Sieg gegen TuRa Bergkamen zufrieden, sah allerdings auch noch Verbesserungspotential.

Am Samstagabend (23. Oktober) trafen die bis dahin sieglosen Halterner auf TuRa Bergkamen. Die Gäste kamen mit einem Sieg aus den ersten vier Spielen in die Seestadt und so entwickelte sich von Minute eins an das erwartet enge Spiel auf Augenhöhe.

Auf Seiten des HSC startete vor allem einer richtig gut in die Partie: Julian Schrief, der nach seiner Kapselverletzung im linken Knie erstmals wieder auf der Platte stand, erzielte die ersten vier Treffer für den HSC.

Die entscheidende Phase war am Ende der ersten Halbzeit

In einem Spiel mit immer wechselnder Führung konnte sich kein Team bis zur 25. Minute beim Stand von 14:14 so richtig absetzen. Dann begann allerdings die „entscheidende Phase“ für den HSC, wie Halterns Trainer Gerard Siggemann später analysierte.

„Wir wollten viele Zwei-Minuten-Strafen durch Eins-gegen-Eins Situationen ziehen. Das war die taktische Vorgabe“, erklärte Siggemann. Und das gelang seinen Spielern rund um Spielmacher Michel Sorg mehrfach.

Die Überzahlsituationen konnte der HSC bis zur Halbzeit durch sehenswerte Treffer ausnutzen und so sorgte Jan-Bernd Kruth kurz vor dem Halbzeitpfiff für die Vier-Tore-Führung beim Stand von 19:15.

Der HSC zeigte mehrere Deckungsvarianten

Diese Führung sollte der HSC auch bis zum Ende nicht mehr abgeben. Zwar kamen die Gäste aus Bergkamen immer mal wieder auf ein Tor ran, doch der Ausgleich sollte ihnen nicht mehr gelingen.

Das lag zum einen an einer überzeugenden Leistung des HSC-Keepers Fabian Zindel und zum anderen an der flexiblen HSC-Deckung.

Immer wieder wechselten die Seestädter zwischen einer 6:0- und einer 5:1-Formation, in der es vor allem Michel Sorg immer wieder gelang, Pässe der Bergkamener abzufangen und so Gegenstöße einzuleiten.

„Die Leistung der Mannschaft war ordentlich“

Das vermeintlich schönste Tor des Abends wäre beinahe Linkshänder Julian Schrief gelungen. Als Harald Scherer aus spitzem Winkel von Linksaußen einen Kempa-Pass auf Schrief spielte und er diesen im Tor unterbrachte, jubelte zunächst die gesamte Halle.

Doch der Jubel hielt nicht lange an, denn die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht. Der Linkshänder habe beim Torwurf bereits im Kreis gestanden.

So wirklich am Sieg des HSC gezweifelt, hatte zu diesem Zeitpunkt wohl keiner mehr in der Dreifachhalle. Auch die zwischenzeitliche offensive Manndeckung der Bergkamener, die sich immer wieder durch Zwei-Minuten-Strafen selbst schwächten, hatte die Halterner nicht aus der Fassung gebracht.

Am Ende sammelten die Gastgeber durch den 34:29-Erfolg zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. „Wir sind froh über die ersten zwei Punkte. Die Leistung der Mannschaft war ordentlich, aber wir haben auch noch Luft nach oben“, fasste Gerard Siggemann die Partie zusammen.
HSC:
Zindel, Beermann – Scherer (7), Schulte-Lünzum (3), Wolak, Weber, Schrief (9/7), Sato, Sorg (2), Kruth (6), Kuhlbrodt (3), Pfänder (3), Krause, Luggenhölscher (1)

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