Burkhard Bell hat gemeinsam mit seinem Sohn Niklas die Verbandsliga-Damen des HSC Haltern-Sythen übernommen. © Blanka Thieme-Dietel
Handball: Frauen-Verbandsliga

Der neue HSC-Trainer Burkhard Bell: „Das hat uns imponiert“

Gemeinsam mit seinem Sohn hat Burkhard Bell die Damen des HSC Haltern-Sythen übernommen. Beide trainieren auch noch ein anderes Team - und waren vorab sehr beeindruckt von ihrer neuen Mannschaft.

Mit Burkhard (65) und Niklas Bell (32) hat ein Vater-Sohn-Duo die erste Damenmannschaft des HSC Haltern-Sythen übernommen. Beide sind gleichzeitig aber auch noch bei einem anderen Verein tätig, wollten dem HSC in seiner schwierigen Situation aber helfen, sagt Burkhard Bell. Vor allem eines habe ihm und seinem Sohn direkt imponiert, wie er verrät.

Als Uwe Mordhorst, Teammanager der HSC-Damen, Burkhard Bell anrief, saß der gerade mit seinem Sohn im Auto, erzählt der 65-Jährige. „Da haben wir uns dann kurz geschlossen und waren schnell der Meinung, wir müssen helfen“, so Bell, der aktuell mit seinem Sohn auch die weibliche A-Jugend des SV Schermbeck trainiert.

„An drei, vier Stellschrauben könnte man noch ein bisschen drehen“

Dienstags und donnerstags findet das Training in Schermbeck statt. Da die HSC-Damen hingegen montags und donnerstags trainieren und es auch an den Spieltagen nur eine einzige Überschneidung geben wird, stand einem Engagement in Haltern nicht mehr allzu viel im Weg.

Donnerstags, sagt Bell, werden er und sein Sohn sich dann von nun an aufteilen: Einer trainiert in Schermbeck, einer in Haltern. Die endgültige Entscheidung, in Haltern auszuhelfen, fiel nachdem die beiden von Mordhorst ein Video von einem der Testspiele der Halternerinnen gezeigt bekamen.

„Die spielerische Art und Weise entsprach auch unseren Vorstellungen: Wir wollen einen schnellen Handball mit einer aggressiven Deckung spielen“, sagt er. „Wir waren der Meinung, dass sie schon recht gut spielen, aber man an drei, vier Stellschrauben noch ein bisschen drehen könnte.“ Noch mehr als das Auftreten in der Halle beeindruckte die beiden aber etwas ganz anderes.

„Dass die sich drei Monate lang alleine organisiert haben, hat uns imponiert“, so Bell. Auch die Trainingsbeteiligung sei in den vergangenen Monaten – trotz des fehlen eines offiziellen Übungsleiters – „hervorragend“ gewesen, wie er sagt.

Niklas Bell trainierte schon früher eine Halterner Spielerin

Beim Kurz-Trainingslager vor fast zwei Wochen waren die beiden Trainer dann auch schon dabei, hatten mit der Organisation aber nichts zu tun. Auch da habe ihn noch mal beeindruckt, wie gut alles organisiert war.

„Daran sieht man, dass es eine sehr selbstständige Mannschaft mit einem guten Zusammenhalt ist – da macht es dann als Trainer auch Spaß“, sagt der Coach, der bereits seit vielen Jahren im Handball tätig ist. „Meine erste Mannschaft habe ich mit 19 Jahren übernommen“, erzählt er.

Sein Sohn ist ebenfalls schon einige Jahre als Trainer tätig, trainierte beispielsweise auch schon Halterns Victoria Rauhut, die im vergangenen Jahr zurückgekehrt war. Da spielte Niklas Bell zeitgleich auch noch selber bei der PSV Recklinghausen. Die aktuelle A-Jugend der Schermbecker trainiert das Familien-Duo nun auch schon seit zwei Jahren gemeinsam. Und von nun an steht auch noch der HSC Haltern-Sythen in ihrer Vita.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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