Erzielte gegen GW Erkenschwick das letzte Tor des Tages: Semih Gülsoy (weiß) vom TuS Haltern am See. © Jürgen Patzke (Archiv)
Fußball: Testspiel

Der TuS Haltern startet absichtlich mit einem „Handicap“ und trifft zehn Mal

Der TuS Haltern hat sein erstes Testspiel deutlich gewonnen. Sechs Tore wurden von Spielern erzielt, die ihr Debüt gaben. Trainer Ostdorf freute sich aber vor allem über zwei andere Dinge.

Das Ergebnis, das habe ich den Jungs vorher gesagt“, so TuS-Trainer Timo Ostdorf, „ist zweitrangig“. Im ersten Testspiel traf der Oberligist aus Haltern auf A-Ligist GW Erkenschwick. Die Rollenverteilung war also klar – genauso wie das Endergebnis. Ostdorf stellte sein Team bewusst so auf, dass es im Mittelfeld in Unterzahl agieren würde – der Plan dahinter ging voll auf.

10:1 endete die Partie zwischen dem TuS Haltern am See und GW Erkenschwick letztendlich. Unter anderem trafen die Sommer- und Winterzugänge David Loheider, Peter Elbers, Kiyan Gilani und Yusuf Keskin. Wichtig waren dem Halterner Trainer am Ende aber nicht die zehn teilweise schon gut herausgespielten Tore, sondern vor allem die Laufleistung seiner Mannschaft.

Er hatte sein Team mit einer Viererkette und nur einem defensiven Mittelfeldspieler ins Spiel geschickt, um bewusst Unterzahl im Mittelfeld zu schaffen. Zudem hatte jeder auf dem Platz einen festen Gegenspieler bekommen, den es zu verteidigen galt. „Unsere Idee war, dass wir sehr, sehr viel laufen und viel miteinander sprechen müssen“, erklärt Timo Ostdorf.

Timo Osdorfs Plan geht auf: „Die Jungs mussten richtig ackern“

Vor allem bei einer neu zusammengewürfelten Mannschaften wie seiner sei es wichtig, von Anfang an auf dem Platz viel miteinander zu sprechen. Der Plan ging voll auf, wie er sagt. Die Kommunikation war gut und „die Jungs mussten richtig ackern“.

Nachdem seine Spieler einen Tag zuvor noch in einem Lauftest an ihre Belastungsgrenzen gehen mussten, sei ihnen nach rund einer Stunde im Spiel gegen Erkenschwick dann auch anzumerken gewesen, dass sie müde waren, so der Trainer.

In der zweiten Halbzeit habe sein Team noch einige gute Chancen nach Pressingsituationen nicht genutzt, doch letztendlich war das Ergebnis eben ohnehin nur zweitrangig für den Coach. Viel wichtiger war, dass seine Schützlinge das umgesetzt haben, was das Trainerteam von ihnen vorab verlangt hatte – und dass sich niemand verletzt hat.

Tore: 0:1, 0:2 Elbers (13., 21.), 0:3 Loheider (27.), 0:4 Lehmann (43.), 0:5 Loheider (46.), 0:6 Gilani (48.), 0:7, 0:8 Lehmann (54., 64.), 1:8 Temel (70.), 1:9 Keskin (84.), 1:10 Gülsoy (86.)

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert