Der Halterner Farin Megger (v.) hat es geschafft: Er holte sich den Titel bei der „Rotax Max Challenge Germany“. © Privat
Motorsport

Deutscher Meister! Als nächstes geht es für einen Halterner nach Bahrain

Den Titel der „Rotax Max Challenge Germany“ hat sich der Halterner Farin Megger schon mal gesichert. Am Ziel ist er aber noch nicht. Als nächstes geht es für den Kartpiloten nach Bahrain.

Nach Rennen in Wackersdorf, Mülsen und Kerpen starteten am vergangenen Wochenende rund 90 Fahrerinnen und Fahrer beim Saisonfinale der „Rotax Max Challenge Germany“ auf dem Vogelsbergring im hessischen Wittgenborn. Mit dabei war auch der 14-jährige Halterner Kartpilot Farin Megger. Als Gesamtführender angereist eroberte er in einem spannenden Endkampf trotz Streichergebnis die Meisterschaftskrone und sicherte sich damit auch das begehrte Ticket für das große Weltfinale in Bahrein.

Megger, der von Beginn an nichts dem Zufall überließ, markierte hoch motiviert die Trainingsbestzeit und fuhr auch in den anschließenden Heats ungeschlagen an die Spitze. Vor dem entscheidenden Finalläufen am Sonntag wurden wegen der unsicheren Wetterlage allerdings die Karten neu gemischt.

Einige Piloten zögerten vor dem Prefinale die Reifenwahl etwas zu lange heraus und verpassten dadurch die Schließung des Vorstarts. Davon betroffen waren auch die beiden Titelaspiranten Farin Megger und Nikita Gense, die gemeinsam die erste Startreihe bilden sollten. Den Regeln entsprechend mussten sie nun dem Feld hinterher starten, und hatten damit natürlich keinerlei Siegchancen mehr.

Daniel Megger: „Farin hat eindeutig von dem Teamwechsel profitiert“

Als 14. (Megger) und 19. (Gense) holten sich beide am Ende ein Streichergebnis ab, das für Megger allerdings auf Grund seiner überlegenen Führung schon den vorzeitigen Titelgewinn bedeutete. Damit hatte sich der Halterner Racer gleichzeitig auch das ersehnte Weltfinalticket gesichert und sagte glücklich: „Jetzt fahren wir nach Bahrain.“

Erster Gratulant war natürlich Vater Daniel Megger, der selbstverständlich bei allen Rennen dabei ist. „Farin hat eindeutig von dem Teamwechsel profitiert. Dort erhält er die entsprechende Förderung und kann diese auch in zählbare Ergebnisse umsetzen“, sagt er.

Teamchef Jeffrey Groothuis war mit den Leistungen seines Schützlings ebenfalls sehr zufrieden. „Das war super. Unsere gemeinsamen Anstrengungen zahlen sich aus“, sagte er nach dem Titelgewinn.

Megger, der in diesem Jahr für das niederländische Team „JJ Racing“ erstmalig auch eine überaus erfolgreiche internationale Saison fuhr, hatte sich seit dem Teamwechsel kontinuierlich weiterentwickelt und gesteigert.

Nach Platz 17 im ersten Rennen wurde Farin Megger immer besser

So fuhr er nach einem mäßigen Start mit Platz 17 in der „Euro Trophy“ im belgischen Genk schon beim nächsten Lauf an der italienischen Adria auf den fünften Platz.

Bei den anschließenden deutschen Läufen der Serie in Mülsen und Wackersdorf konnte er diese Leistung mit Platz vier und einem zweiten Platz sogar noch toppen und schrammte am Ende mit Platz vier nur knapp am Podium des Gesamtklassements vorbei.

Ähnlich gut unterwegs war Megger auch bei der „International Trophy“ in Le Mans, wo er sich nach einer anstrengenden Rennwoche mit Platz drei ebenfalls einen überraschenden Podiumsplatz erkämpfen konnte.

Jetzt konzentriert man sich im Team auf die Vorbereitungen zum Grand Final, das in diesem Jahr im Dezember im Wüstenstaat am Golf stattfindet. Megger, der bereits 2018 als erster Deutscher Teilnehmer überhaupt diesen Event gewinnen konnte, bleibt wie immer konzentriert und sagt: „Wir werden uns darauf gut vorbereiten und demnächst mit einem speziellen Training beginnen.“

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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Horst Lehr