Andre Nacke (v.) vom TuS Sythen freut sich bereits auf das Derby gegen den ETuS Haltern. Früher spielte er selbst für den ETuS, kennt daher noch viele seiner heutigen Gegenspieler gut. © Andreas Hofmann
Halterner A-Liga-Derby

„Ein harter Verlust für sie“: So bewertet Sythens Andre Nacke Derby-Gegner ETuS

Vor dem A-Liga-Derby schätzt Sythens Andre Nacke die Mannschaftsteile des ETuS für uns ein - und erzählt, dass ein ETuS-Spieler Schuld daran ist, dass sein Kegelverein nicht mehr aktiv ist.

Die letzten beiden Duelle gingen an den TuS Sythen, sind mittlerweile aber auch schon wieder ein Jahr her. Am Sonntag, 10. Oktober, empfängt der ETuS Haltern die Sythener zum Derby in der Kreisliga A. Vorab haben wir jeweils einen Spieler der beiden Teams gebeten, die andere Mannschaft für uns einzuschätzen. Den Anfang macht Andre Nacke für den TuS Sythen.

Tor

Frank Böcker und Sebastian Arentz bilden beim ETuS das Torwart-Duo und kommen auch beide regelmäßig zum Einsatz. „Ich glaube, die beiden ergänzen sich ganz gut“, sagt Andre Nacke. „Gegen Arentz habe ich auch schon öfter gespielt“, so der Sythener. Beide seien gute Torhüter, die viel Ruhe ausstrahlen.

Abwehr

Die Mischung in der ETuS-Abwehr stimmt, sagt Nacke: „Unter anderem mit Tim Pötter und Julius Sandkühler haben sie einige junge Verteidiger und mit Michael Grütering einen sehr erfahrenen dabei, der schon ewig beim ETuS spielt.“ Die Abwehr der Halterner habe noch viel Entwicklungspotenzial und stehe schon jetzt sehr solide.

In den vergangenen beiden Aufeinandertreffen erzielten die Sythener aber sieben Tore. Weiß Nacke also, wie man das ETuS-Bollwerk durchbricht? „Wir haben ein sehr gutes Kombinationsspiel, das könnte ein Schlüssel werden. Wir müssen den Ball gut laufen lassen, sodass der ETuS mehr hinterherrennen muss, als er eigentlich will.“

Mittelfeld

„Sie haben mit Bernard Lütke Daldrup einen sehr guten Sechser“, sagt der Sythener, der schon bei Lütke Daldrups Nominierung in seiner Traum-Elf gesagt hatte, dass er als Gegenspieler sehr eklig ist. „Ich denke, er wird mir im Spiel öfter mal am Arsch kleben“, sagt Nacke lachend.

War er in den vergangenen Wochen noch angeschlagen, stand Lütke Daldrup am vergangenen Sonntag gegen RW Dorsten wieder in der Startelf. Ein Spieler, der zuletzt schon fehlte und auch gegen Sythen nur zuschauen darf, ist derweil Dominik Wergen.

Andre Nacke lobt vor allem die Ballkontrolle und die gute Übersicht des gesperrten Spielmachers. „Der wird denen auf jeden Fall fehlen, das ist ein harter Verlust für sie.“

Da Wergen fehlt, könnten einige andere ETuS-Spieler vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit von ihren Gegner bekommen als ohnehin schon. Nacke hebt vor allem noch Joel Ferraro und Jörn Hümmer hervor, die beide auch etwas weiter vorne im Angriff spielen könnten. „Joel ist sehr erfahren und einer, der immer irgendwie durchkommt – er hat oft das Glück auf seiner Seite.“

Einmal hatte er jedoch gar kein Glück. „Wir hatten mal einen Kegelverein gegründet“, erzählt Nacke. Unter anderem waren auch Jörn Hümmer, vor dessen Schnelligkeit er übrigens warnt, und Jens Quinkenstein vom ETuS sowie die Sythener Kevin Plogmaker, Torben Spyra und Jan Fiehe dabei.

Einmal war als Gast Joel Ferraro eingeladen. „Er hatte dann mit der Kugel nicht so ganz die Bahn, sondern eine Glasplatte an der Seite getroffen“, so Nacke weiter. „Wir mussten uns deshalb nach dem Abend ein neues Lokal suchen, haben das dann aber schleifen lassen. Er war quasi der Grund, warum unser Kegelverein sich nicht mehr getroffen hat.“

Sturm

Die Sythener Abwehr muss vor allem auf zwei Spieler aufpassen: Jens Quinkenstein und Dennis Klüsener. „Jens ist schwer zu bespielen, hat oft seinen Körper zwischen Gegenspieler und Ball, das kann man schlecht verteidigen“, sagt Andre Nacke über den Kapitän und – wie er ihn nennt – „Mister ETuS Haltern“. Quinkenstein sei zudem nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als Vorlagengeber gefährlich.

„Und daneben gibt es mit Dennis einen langen Schlacks, der sehr kopfballstark ist, der aber auch einiges mit dem Ball am Fuß kann.“ Sein Team müsse auf jeden Fall aufpassen, nicht zu viele Flanken zuzulassen, so Andre Nacke mit Blick auf die beiden großen Stürmer.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert