Dennis Bresser (l.) und der SV Hullern unterlagen im zweiten Testspiel ihrer Vorbereitung SW Meckinghoven II deutlich. © Michael Kösters
Fußball: Testspiel

Ein Kandidat für Zeiglers „Kacktor des Monats“ leitet Hullerns hohe Niederlage ein

Der SV Hullern hat sein zweites Testspiel deutlich mit 0:5 verloren. Das erste Gegentor war ziemlich kurios. Beim Gegner stand derweil ein 48-jähriger Ex-BVB-Spieler auf dem Platz.

Nach dem verdienten 4:2-Sieg gegen Preußen Hochlarmark musste sich der SV Hullern in seinem zweiten Testspiel verdient geschlagen geben – wenngleich der Endstand nach Christoph Bafs-Dudziks Geschmack am Ende zu hoch war. Das erste Gegentor würde derweil gut in die WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ passen, sagt der Trainer, der seiner Mannschaft nur einen Vorwurf machen konnte.

Über Umwege kam in der 5. Minute Hullerns Johannes Weber an den Ball. Der junge Flügelspieler wollte den Ball zurück zu Keeper Michel Hülsmann spielen, doch der Pass aus vollem Lauf, wie Trainer Bafs-Dudzik erzählt, wurde härter als geplant.

Nachdem das Leder dann auch noch aufgrund des unebenen Rasens kurz vor Hülsmann ein wenig aufsprang, war das Unglück perfekt: Der Torhüter trat über den Ball. Eigentor. 0:1. Gäbe es das Tor im Video, wäre es ein Kandidat für Arnd Zeiglers Sendung und das sogenannte „Kacktor des Monats“.

Bafs-Dudzik: „Es wurde zu wenig hinten miteinander geredet“

„Das kann passieren“, sagt Hullerns Trainer aber, der mit seiner Mannschaft trotz des 0:5 zufrieden war – „mit dem Ergebnis aber natürlich nicht“. Dafür, dass ihm quasi alle Routiniers fehlten, sei es eine ordentliche Leistung gewesen. Die Hullerner zeigten allerdings ein Problem der Vorsaison: Sie nutzten ihre Chancen nicht.

Der Gegner hingegen schon und so konterte Meckinghoven den SVH eiskalt aus und stellte noch vor der Pause auf 3:0 für die Gäste. Danach habe vor allem der erfahrenste Spieler auf dem Platz den Unterschied ausgemacht: Andreas Tewes. Der 48-jährige Ex-Spieler von Borussia Dortmund II und dem VfL Bochum II habe sein Team souverän zum Auswärtssieg geführt.

Was ihm dank seiner Erfahrung bestens gelang und den jungen Hullernern nicht, war die Kommunikation auf dem Platz. „Es wurde zu wenig hinten miteinander geredet“, sagt Christoph Bafs-Dudzik, „das ist das, was ich ihnen vorwerfe“.

Tore: 0:1 Weber (5., ET), 0:2, 0:3, 0:4 Belabdia (26., 45., 71.), 0:5 Hohaus (84.)

Über den Autor
Redakteur
Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
Zur Autorenseite
Pascal Albert