Jan-Niklas Kaiser spielte zwei Jahre für den TuS Haltern am See, ehe er im Sommer 2021 zu Westfalia Herne wechselte. Spielen kann er für den Oberligisten aber erstmal nicht mehr. © Manfred Rimkus (Archiv)
Fußball: Oberliga

Ex-TuS-Spieler verpasst Duell mit Haltern – und vielleicht die gesamte Saison

Jan-Niklas Kaiser hatte den TuS Haltern im Sommer verlassen, um zu Ligakonkurrent Herne zu wechseln. Beim Aufeinandertreffen beider Teams wird er aber fehlen - und vermutlich noch viel länger.

Jan-Niklas Kaiser war 2019 der erste fixe Sommer-Neuzugang des TuS Haltern am See, nachdem der Aufstieg in die Regionalliga gelungen war. Im Winter 2020 präsentierte ihn dann Oberliga-Konkurrent Westfalia Herne als ersten Neuzugang für die Saison 2021/22. Nun treffen sein aktueller Verein und sein Ex-Klub aufeinander, der 23-Jährige wird beim Duell in der Halterner Stauseekampfbahn aber nur zuschauen können – womöglich wird sich dieser Zustand in dieser Spielzeit auch nicht mehr ändern.

Stand er zu Beginn der Saison noch in der Startelf des Oberliga-Tabellenschlusslichts, fehlte Jan-Niklas Kaiser der Westfalia in den vergangenen Partien plötzlich komplett. „Ich bin jetzt wahrscheinlich bis Saisonende raus“, sagt der Offensivspieler.

Nach den Partien gegen die Hammer SpVg und die TSG Sprockhövel habe er gemerkt, „dass es mir nicht so gut ging“, erzählt er. Es folge der Gang zum Arzt, wo wenig später ein Schaden an der Mitralklappe am Herzen Kaisers festgestellt wurde.

„Alle haben Potenzial, aber die Mannschaft muss sich noch finden“

Im Januar soll er deshalb operiert werden. „Das war natürlich erstmal ein Schock“, so der Spieler, „aber es ist gut, dass die das jetzt gesehen haben“. Denn hätte er weitergespielt wie bisher, „hätte es auch sein können, dass ich auf dem Platz irgendwann umkippe“. Jan-Niklas Kaiser hatte also noch Glück im Unglück.

Bei den Spielen und Trainingseinheiten ist der gebürtige Marler dennoch so oft es geht dabei. Und da konnte er in dieser Woche auch schon den neuen Trainer von Westfalia Herne kennenlernen. Nachdem Christian Knappmann Anfang Oktober als Cheftrainer zurückgetreten war, konnte der Verein während des vergangenen Spieltags einen Nachfolger präsentieren: David Zajas.

„Manche kannten ihn schon vorher, ich noch gar nicht“, erzählt Kaiser, der aber auch direkt betont, dass der erste Eindruck vom neuen Herner Coach sehr positiv war. Schon vorher habe er das Gefühl gehabt, dass noch mal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sei, „aber jetzt sind alle noch heißer“, sagt er.

Das sehr junge Herner Team hat bislang nur einen einzigen Punkt in acht Spielen geholt. „Die Mannschaft muss sich noch finden“, so Kaiser. „Alle haben Potenzial, aber wir konnten das als Mannschaft noch nicht zum Vorschein bringen.“ Aus vielen guten Einzelspielern müsse noch eine richtige Mannschaft entstehen. „Aber das wird schon besser, die letzten zwei Spiele waren schon knapper.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert