Fußball: Kreisliga A

Flaesheim muss seine Ansprüche anpassen, Sythen und ETuS wollen erstmals punkten

Während Flaesheims Michael Onnebrink eine Erklärung für die schwache zweite Halbzeit hat, fordert ETuS-Trainer Oligmüller mehr Mut. Sythens Schulz geht hoffnungsvoll in die nächste Partie.

Alle drei Halterner A-Ligisten sind am zweiten Spieltag auf ihren heimischen Plätzen gefordert. Alle drei konnten im ersten Ligaspiel keinen Sieg verbuchen. Alle drei haben ihre Lehren aus dem vergangenen Spieltag gezogen.

Concordia Flaesheim – SuS Bertlich

„Es war kein Einstellungsproblem“, sagt Flaesheims Trainer Michael Onnebrink über die vergangene Partie. Nach guter erster Halbzeit kam plötzlich ein Einbruch im Spiel der Concordia, die Partie endete letztendlich 2:2. „Wir sind noch in einer Findungsphase und schaffen es noch nicht, über 90 Minuten konstant zu spielen.“

Was ihm später nicht allzu sehr gefiel, war die Reaktion einiger – sowohl in der Mannschaft als auch im Vereinsumfeld. „Bei vielen hatte ich das Gefühl, dass die Welt untergeht“, sagt er über die Stimmung nach dem Remis. „Wir müssen begreifen, dass wir nun andere Ansprüche an uns stellen müssen.“

Gegen einen starken Gegner wie Röllinghausen müsse man sich dann eben auch mal mit einem Punkt zufrieden geben. „Die anderen sind besser geworden, die Lücke wurde ein bisschen geschlossen“, erklärt Onnebrink. In der Findungsphase, in der sich seine Mannschaft derzeit nach einigen Ausfällen, Abgängen und vielen jungen Neuzugängen befindet, „gewinnst du eben nicht jedes Spiel mit 5:0“.

Personell hat es sich derweil wieder etwas beruhigt bei den Flaesheimern. Zuletzt beim Training konnte Michael Onnebrink 20 Spieler begrüßen. Gegen den kommenden Gegner, den SuS Bertlich, erwartet er von seinen Spielern eine starke kämpferische Leistung. „Sonst haben wir keine Chance.“

  • Anstoß: Sonntag, 5. September, 15 Uhr, Dr.-Hermann-Grochtmann-Straße, Haltern am See

ETuS Haltern – SV Schermbeck II

Nach dem 0:5 gegen Lembeck geht es für den ETuS Haltern gegen die Reserve von Oberligist Schermbeck darum, keinen Fehlstart hinzulegen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ein besseres Spiel als am Sonntag machen“, sagt Trainer Phillip Oligmüller.

Im Vergleich zum ersten Ligaspiel brauche seine Mannschaft mehr taktische Disziplin – „vor allem offensiv“ – und mehr Einsatzwillen als zuletzt. „Und ein bisschen mehr Mut“, fügt der Trainer noch hinzu. Gegen Lembeck hat sich seine Elf zuletzt nur wenige Chancen herausgespielt, das soll gegen Schermbeck II anders werden.

Im vergangenen Training habe er noch mal mit einigen Spielern gesprochen, die Reaktion im Training war auch gut, so Oligmüller, der auf einen ähnlichen Kader wie in der vergangenen Woche zurückgreifen kann. An Ausfällen kommen aber noch Janek Hebestreit und Julius Sandkühler dazu. Dafür ist Stürmer Dennis Klüsener wieder da.

  • Anstoß: Sonntag, 5. September, 15 Uhr, Josef-Starkmann-Straße, Haltern am See

TuS Sythen – Westfalia Gemen II

Dennis Schulz, Trainer des TuS Sythen, blickt zuversichtlich auf das anstehende Spiel gegen Westfalia Gemen II. „Wir hatten Dienstag eine richtig gute Trainingseinheit und die Vorzeichen sind auch andere als vor dem Spiel gegen Raesfeld“, sagt er.

0:5 unterlag sein Team dem TSV. „Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, Tore zu erzielen“, so der Trainer. Auf dem großen Raesfelder Platz seien die Räume zu groß geworden. „Da konnte der Gegner gut durch seine Geschwindigkeit in die Tiefe gehen.“

Gegen Gemen erwartet der Sythener aber ein anderes Spiel mit mehr Ballbesitz für seine Mannschaft, wodurch seine Spieler dann auch nicht so viel hinterherlaufen müssten. „Da kriegen wir immer Probleme“, gesteht er. „Ich hoffe, dass es Sonntag anders wird.“

Fehlen wird dabei aber weiterhin Lukas Wemhoff. Zudem fallen Mats Linden und Malte Spyra aus. Wieder dabei sind dafür Benjamin Schulte und Jens Bußmann, zudem könnten Tim Pöter und Lutz Gronemeyer auflaufen.

  • Anstoß: Sonntag, 5. September, 15 Uhr, Brinkweg, Haltern am See
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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert