Fabian Schulte-Althoff, ältester Spieler im Kader von Concordia Flaesheim, spricht über den Saisonstart und die Tabellenführung. © Andreas Hofmann
Fußball: Kreisliga A

Flaesheims „Oldie“: Die Talente „haben zwei, drei Schritte nach vorne gemacht“

Mit seinen 33 Jahren ist Fabian Schulte-Althoff der älteste Spieler im Flaesheimer Kader. Dass sein Team so gut gestartet ist, sagt er, ist auch dem Leistungssprung der Youngsters zu verdanken.

Wichtig ist mir, dass die Leistung passt“, sagt Concordia Flaesheims Fabian Schulte-Althoff. „Wenn das nicht mehr passt, fällt man mit seinem Alter vielleicht eher zur Last.“ Darüber muss sich der Leistungsträger, der gerade 33 Jahre alt geworden ist, aber noch längst keine Gedanken machen. Zu dauerhaften Leistungsträgern sollen auch die vielen jungen Spieler des A-Ligisten werden – bisher haben sie den Routinier des Tabellenführers jedenfalls überzeugt.

„Leider bin ich der Älteste“, sagt Schulte-Althoff, der am 12. Oktober Geburtstag hatte. „Langsam fühlt es sich auch so an, wenn ich montags aufstehe“, fügt er lachend hinzu. Mit seiner Erfahrung und seiner spielerischen Klasse ist der ehemalige Spielertrainer der Flaesheimer ein wichtiger Faktor im Concordia-Team.

„Ich versuche, die jüngeren Spieler zu unterstützen und den Jungs etwas mitzugeben“, so der 33-Jährige. „Ich habe riesigen Spaß daran, wenn die dann auch lernwillig sind und ich helfen kann.“ Ersteres trifft auf die vielen Flaesheimer Talente zu, letzteres klappte bislang auch gut.

Fabian Schulte-Althoff: „Das war am Anfang nicht so abzusehen“

„Die jungen Leute haben zwei, drei Schritte nach vorne gemacht“, sagt er. Das sei vor allem daran zu sehen, „dass man die Jungs jetzt so reinwerfen kann“. Die Entwicklung der jungen Concordia-Spieler ist ein Grund, warum es derzeit bei den Flaesheimern gut läuft.

Fabian Schulte-Althoff (r.) im Duell mit Lippramsdorfs Jonas Zernahle.
Fabian Schulte-Althoff (r.) im Duell mit Lippramsdorfs Jonas Zernahle. Der Flaesheimer freut sich über den guten Saisonstart, weiß diesen aber auch richtig einzuordnen. © Ralf Deinl © Ralf Deinl

„Das war am Anfang nicht so abzusehen“, gesteht Fabian Schulte-Althoff und zählt einige personelle Rückschläge auf: „Max Bontrup ist derzeit nicht dabei, Lucas Mann ist nicht immer da, Mauro Geismann haben wir verloren und auch Niklas Haak.“ Alle waren oder – im Fall von Mann – sind gestandene Stammspieler.

„Am Ende des Tages muss man sagen, dass die jungen Spieler sich reingekämpft haben“, stellt er fest. Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden stehen die Flaesheimer nun auf dem ersten Tabellenplatz der Kreisliga A2. „Wir dürfen aber nicht außer Acht lassen, dass die ersten Fünf sehr dicht beieinander sind und wir bisher nur gegen Röllinghausen (aus der Top-Fünf, Anm. d. Red.) gespielt haben.“

Die anderen haben fast schon alle gegen zumindest zwei andere Mannschaften aus der Spitzengruppe gespielt. Das können aber bald auch die Concordia-Spieler behaupten, denn am kommenden Spieltag treffen sie auf den fünftplatzierten VfB Waltrop.

Beim letzten Flaesheimer Spiel lief Schulte-Althoff trotz Erkältung auf

„Das wird auf jeden Fall ein Gradmesser“, so Schulte-Althoff. „Wir hatten letztes Jahr dort im Pokal auf deren Kunstrasen gespielt. Der ist relativ kurz und gewöhnungsbedürftig. Am Ende verloren wir mit 1:3“, erinnert er sich. „Wir wissen, was da auf uns zukommt.“

Er selbst wird dann auch wieder dabei sein – und das wohl sogar deutlich fitter als am vergangenen Spieltag. Denn beim 6:1 gegen den FC Leusberg spielte er mit einer Erkältung, die mittlerweile fast abgeklungen ist. Spielt er sonst meist im Mittelfeld, wurde er von seinem Trainer gegen die Recklinghäuser in der Innenverteidigung der Viererkette eingesetzt.

„Das war dann auch nicht so laufintensiv, weil Leusberg nach vorne eher schwach besetzt war. Dadurch war es für mich etwas schonender“, erklärt Fabian Schulte-Althoff, der aber auch betont, nicht „sterbenskrank“ gewesen zu sein. Dank des Sieges kletterte sein Team letztendlich an die Tabellenspitze – eine „Momentaufnahme“, wie er sagt.

Mit dem Start ist er aber natürlich zufrieden, wenngleich gegen DTSG Herten sogar mehr als ein Punkt drin gewesen wäre. „Aber es gibt so Tage, an denen man das Tor einfach nicht trifft oder sich hinten ein doofes Gegentor fängt“, sagt er. „Ich glaube aber, jeder im Verein hätte sofort unterschrieben, wenn jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir so starten.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert