Halterner bei der Deutschen Crossmeisterschaft „Ich wollte das schnell hinter mich bringen“

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Katja Rodrigues war genauso wie Hans-Jürgen Thran bei der Deutschen Cross-Meisterschaft dabei.
Katja Rodrigues war genauso wie Hans-Jürgen Thran bei der Deutschen Cross-Meisterschaft dabei. © Ralf Görlitz
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Die deutsche Cross-Elite traf sich am 26. November wieder zu den vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ausgeschriebenen Titelkämpfen um die Deutsche Crossmeisterschaft. Rund um die Sportanlage an der Löninger Ringstraße hatte der Veranstalter eine anspruchsvolle und zuschauerfreundliche Strecke ausgeflaggt.

Je nach Streckenlänge „durften“ die Läufer dabei gleich mehrmals den „Löninger Berg“ erklimmen, mussten aufgeschobene Hügel überwinden, Strohballen überlaufen und ein tiefes Sandfeld durchqueren.

Bei spätherbstlich nass-kaltem Wetter fiel der Startschuss auf der Mittelstrecke über 4,12 Kilometer für die beiden Halterner Katja Rodrigues und Hans-Jürgen Thran bereits um 10.15 Uhr.

„Hat doch mehr Spaß als erwartet gemacht“

Rodrigues, die in der Klasse W50 antrat, fühlte sich in dem dicht gedrängten Startpulk noch etwas angespannt, konnte sich danach aber auf der Stecke gut behaupten. „Ich wollte das einfach nur schnell hinter mich bringen“, sagt sie.

Und so ging sie auch das Rennen an, konnte dabei einer vor ihr gestürzten Teilnehmerin gerade noch ausweichen und kam danach gut über die Hindernisse. Doch zu Beginn der zweiten Runde musste sie ihrem wohl doch zu hohen Tempo Tribut zollen und sich etwas zurücknehmen.

Zu Beginn der letzten Runde motivierte sie sich mit dem Gedanken: „Jetzt nur noch einmal, das schaffe ich auch noch.“ Sie überspurtete noch eine Konkurrentin, war im Ziel mit ihrer Zeit von 21:03 Minuten zufrieden und sagt: „Am Ende hat es doch mehr Spaß als erwartet gemacht“, so Rodrigues, die auf Platz 14 landete.

Thran trotzt Atemproblemen und freut sich über Urkunde

Hans Jürgen Thran trat als zweiter Halterner Starter in der Klasse M75 an. Er startete ebenfalls in dem großen Starterfeld, merkte aber schon beim Durchlaufen des tiefen Sandfeldes nach dem Start, dass die Besten sofort vorne wegzogen. Er konnte noch auf dem ersten Wiesenteilstück bis zu den Hindernissen folgen, musste sich danach aber wegen Atemproblemen kurz rausnehmen.

Die weiteren Steigungen und auch das Teilstück entlang einer Böschung forderten ihm im weiteren Verlauf alles ab. „Die Atemprobleme haben mich immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Ich musste sogar für einige Sekunden gehen statt laufen“, sagt er.

Doch aufgeben war auch in dieser schwierigen Situation für ihn keine Option. Thran kämpfte sich verbissen weiter, schaffte es sogar noch, einen angreifenden Konkurrenten hinter sich zu halten und freute sich im Ziel über den hart erkämpften achten Platz seiner Klasse. „Die ersten Acht bekamen noch eine Urkunde. Die wollte ich unbedingt haben.“