2016 verabschiedete sich Jupp Ovelhey nach 18 Jahren beim SV Lippramsdorf. Am Sonntag (14. November) kommt es mal wieder zum Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Team. © Blanka Thieme-Dietel (Archiv)
Fußball: Bezirksliga

Jupp Ovelhey gegen die alte Liebe: „18 Jahre gehen nicht spurlos an einem vorbei“

Fast alle Lippramsdorfer kennt Josef „Jupp“ Ovelhey noch aus seiner Zeit als LSV-Trainer. Der Merfeld-Coach spricht über das besondere Duell und eine „Drohung“ von Sven Kmetsch.

Wenn Josef „Jupp“ Ovelhey am Sonntag (14. November) am Lippramsdorfer Sportplatz an der Jahnstraße ankommt, wird er mit Sicherheit mehr bekannte als unbekannte Gesichter sehen – denn der 63-Jährige trainierte 18 Jahre lang den Bezirksligisten.

„18 Jahre gehen natürlich nicht spurlos an einem vorbei“, sagt der Trainer der Sportfreunde Merfeld, „da ist man dann noch emotional an den Verein gebunden“. Schließlich kennt er auch noch immer einen Großteil der Lippramsdorfer Spieler.

„Es gibt dort nur ganz wenige, die nicht in irgendeiner Weise in ihren Anfängen bei mir gespielt haben“, sagt er. Maximal vier oder fünf seien das. Der Rest ist ihm bestens bekannt. „Ich kenne die Mannschaft also und bin auch im regen Austausch mit Sven (Kmetsch, Trainer des LSV, Anm. d. Red.).

„Wir haben auch eine ähnliche Auffassung von Fußball“

Denn Ovelheys Merfelder spielten in den vergangenen Wochen immer gegen die Mannschaft, gegen die zuvor der SV Lippramsdorf angetreten war. Bei Kmetsch konnte sich der Ex-LSV-Coach also immer Informationen über seinen kommenden Gegner holen.

In der vergangenen Saison trainiert Josef Ovelhey den SuS Olfen, nun steht er bei den SF Merfeld an der Seitenlinie.
In der vergangenen Saison trainiert Josef Ovelhey den SuS Olfen, nun steht er bei den SF Merfeld an der Seitenlinie. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

„Ich kenne ihn ja schon länger durch seinen Sohn (Giacomo Lopez Fernandez, Anm. d. Red.), er war dadurch schon früher öfter am Platz.“ Mit dem aktuellen Lippramsdorfer Coach verstehe er sich gut, erzählt er. „Wir haben auch eine ähnliche Auffassung von Fußball.“

Über das kommende Spiel, verrät Josef Ovelhey, haben die beiden aber noch nicht wirklich gesprochen. „Er hat mir aber gedroht, dass alle fit sind“, so der Merfelder Trainer mit einem Lachen. Ob das wirklich stimmt, wird sich am Sonntag zeigen. „Ich hatte zuletzt auch die Aufstellungen gesehen und Sven hat mir schon mal sein Leid geklagt“, erzählt er. „Ich weiß nicht, wer wirklich dabei sein wird.“

Ovelhey nennt einen Unterschied zwischen Lippramsdorf und Merfeld

Dass aber alle Lippramsdorfer heiß auf ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Trainer sind, könne er gut verstehen. Und auch Ovelhey selbst freut sich auf das Duell mit seinen ehemaligen Schützlingen, um deren Qualität er weiß. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass sie eine gute Mannschaft haben. Wenn alle an Bord sind, gehören sie unter die ersten Fünf oder Sechs.“

Derzeit steht Lippramsdorf auf Platz sechs – sieben Punkte vor den Sportfreunden aus Dülmen-Merfeld, die auf Platz neun rangieren. Zuletzt gab es eine 1:2-Niederlage gegen den FC Marl. 16 Spieler hatte Josef Ovelhey da zur Verfügung. Auch am Sonntag gegen den LSV werde der Kader ähnlich groß sein, sagt er. „Wir haben immer wieder Ausfälle, aber ich kriege meine 14, 15 Leute immer zusammen.“

Einen Vorteil, den der SV Lippramsdorf derzeit häufiger nutzen kann beziehungsweise muss, hat sein jetziges Team indes nicht: „Ich kann nicht so aus dem Vollen schöpfen wie der LSV, weil unsere Zweite nicht so ein hohes Niveau wie die von Lippramsdorf hat.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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