Fußball

Nach Horrorverletzung: Flaesheims Kraft will wieder „110 Prozent geben“

Bevor es überhaupt richtig losging mit der neuen Spielzeit, verletzte sich Concordia Flaesheims stürmender Neuzugang Lukas Kraft, der seine Treter zuvor beim SV Hullern schnürte.

Der gerade einmal 19-jährige Lukas Kraft hatte sich für die neue Saison viel vorgenommen. Doch eine Verletzung machte alles Pläne des Jungspunds vorerst zu Nichte. Eine erste Diagnose, die ihn zu einem sehr langen Fußballausfall gezwungen hätte, bestätigte sich zum Glück nicht. Jetzt denkt er schon wieder in Richtung Comeback.

Die erste ärztliche Vermutung muss für Kraft das reinste Horrorszenario gewesen sein: Verdacht auf Innenbandriss und Schädigung der Patellasehne. Für den gerade vom SV Hullern zu Flaesheim gewechselten, eine Diagnose zum Heulen. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass alles halb so wild war, so würde es Kraft wohl mit seinen eigenen Worten beschreiben.

Aus zwei Verdachtsverletzungen macht vier – keine OP nötig

Denn für jeden Außenstehenden wäre selbst die Diagnose auf den zweiten Blick der reinste Wahnsinn gewesen. Das Innenband und die Patellasehne haben „nur“ einen Anriss erlitten. Außerdem wurde eine starke Prellung und Stauchung des Außenmeniskus diagnostiziert. Und wäre das schon nicht genug, so hatte sich auch noch seine Kniescheibe ein kleines Stückchen verschoben.

Glück im Unglück. Auch, weil Kraft sich entgegen jeglicher Vermutung keinem operativen Eingriff unterziehen musste. Da die Anrisse mit der Zeit von selbst verheilen und alle anderen „Wehwehchen“ mit der Zeit ebenfalls verschwinden. Für Kraft selbst – der seinen aktuellen Gesundheitszustand als „relativ gut“ beschreibt – alles in allem „nichts Schwerwiegendes“.

Doch die vergangenen Wochen waren hart. Kraft musste insgesamt fünf Wochen eine Stilllegungsschiene tragen – das Bein knicken unmöglich. Es war komplett steif. Vor etwa eine Woche wurde die Schiene dann durch eine Bewegungsprothese getauscht, die er zunächst für zwei Wochen in einem 60-Grad-Winkel und anschließend wieder im 90-Grad-Winkel tragen kann.

„Ich kehre dieses Jahr auf jeden Fall wieder zurück auf den Platz“

Sollte der Verlauf der Genesung bis dato zufriedenstellend sein, wird Kraft noch eine Weile zur Physiotherapie gehen müssen. Schmerzen, so der Stürmer, habe er nur dann, wenn er zu viel laufe oder zu schnelle Bewegung mache, ansonsten aber nicht. „Trotzdem ist es natürlich hart“, sagt Kraft und erzählt weiter: „Ich habe eigentlich mega Bock auf Fußball.“

Doch bis der motivierte Fußballer wieder auf dem Platz zurück sein wird, könnte es noch einige Zeit dauern. Und dennoch blickt Kraft positiv in die Zukunft: „Ich bin sehr optimistisch. Ich kehre dieses Jahr auf jeden Fall wieder zurück auf den Platz. Bis dahin kuriere ich das Ganze aber weiter in Ruhe aus und fange langsam wieder an. So oder so will ich aber wieder 110 Prozent geben können.“

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