Im August startet der TuS Haltern am See in die Oberliga-Saison - ein Stammspieler der vergangenen Spielzeit wird dann bereits in den USA sein. © Leon Koch
Fußball

Noch ein Oberliga-Stammspieler des TuS Haltern wechselt in die USA

Die USA wird immer beliebter für Halterner Fußballer. Ein weiterer Spieler des TuS Haltern, der zuletzt zum Stammpersonal gehörte, wechselt nach Nordamerika. Ihn zieht es nach Oklahoma.

Nach Luca Bernoth zieht es einen weiteren Spieler des TuS Haltern am See, der zuletzt zum Stammpersonal in der Oberliga gehörte, ins Ausland. Zukünftig wird er in Oklahoma studieren und dort Fußball spielen. Schon seit längerer Zeit hatte der 19-Jährige überlegt, diesen Schritt zu gehen.

Als einer von fünf Spielern kam Paul Richter in der annullierten Saison 2020/21 in allen Partien des TuS in der Oberliga zum Einsatz. 823 Minuten stand er dabei auf dem Platz. Gegen Ennepetal gelang ihm auch schon sein erstes Oberliga-Tor, mit dem er Haltern spät drei Punkte bescherte.

Paul Richter, der die U19 des TuS Haltern am See als Kapitän anführte und zuletzt auch in der Oberliga Stammspieler war, wechselt nach Oklahoma.
Paul Richter, der die U19 des TuS Haltern am See als Kapitän anführte und zuletzt auch in der Oberliga Stammspieler war, wechselt nach Oklahoma. © Manfred Rimkus (Archiv) © Manfred Rimkus (Archiv)

Wenn der TuS Haltern am See im August in die neue Saison startet, wird Paul Richter jedoch nicht mehr dabei sein. Denn Anfang August wird er schon in die USA fliegen, wo er die kommenden Jahre an der Southwestern Christian University studieren wird.

Paul Richter nennt zwei Gründe, warum er nach Oklahoma geht

„Schon vor etwa zwei Jahren hatte ich die Idee“, erzählt er. Danach hatte er sich bei einer Agentur, die Spieler in die USA vermittelt, angemeldet und ein Profil angelegt. „Dann haben die mich quasi vermarktet“, erklärt der Recklinghäuser. In der Folge nahmen einige Universitäten Kontakt zu ihm auf, am Ende entschied er sich für die Southwestern Christian University.

„Es gab noch ein weiteres Angebot, das unterschriftsreif war“, so Richter. Für seine Entscheidung für die Uni in Oklahoma nennt er zwei Gründe: „Das Wetter ist da deutlich besser und ich konnte frühzeitig unterschreiben.“ Letzteres sei ihm besonders wichtig gewesen, „ich wollte Sicherheit haben“.

Mittlerweile steht sein Wechsel schon seit einiger Zeit fest. „Ich hatte schon vor einigen Monaten unterschrieben“, erzählt der Verteidiger, der in der Jugend des FC Schalke und des VfL Bochum ausgebildet wurde.

Spielen wird er zukünftig in der NAIA, die parallel zur Division II läuft. „Die hat auch ein gutes Niveau“, sagt Richter, der zukünftig auf dem Campus seiner Universität leben wird, wo er die kommenden vier Jahre seinen Bachelor in Sportwissenschaften macht.

TuS-Verteidiger Richter wechselt nicht in die USA, um Profi zu werden

„Im Moment ist der Plan, dass ich danach auch noch den Master dort dranhänge“, sagt er. Bis dahin, das weiß er auch, ist es aber noch eine lange Zeit. Anfang August wird er voraussichtlich in die USA fliegen, sein Visum erhielt er bereits vor einigen Tagen.

Geht es nach Paul Richter, kann es gar nicht schnell genug losgehen. „Ich warte schon sehnsüchtig darauf“, sagt er. Aufgeregt sei er aktuell gar nicht, dafür sei die Vorfreude schon ziemlich groß. Dass der Wechsel nach Amerika ein großer Schritt ist, das ist dem 19-Jährigen bewusst. Zweifel habe er aber gar keine.

Er wechselt allerdings nicht in die USA, um dort den Sprung in den Profifußball zu schaffen, wie einige andere. „Ich gehe da nicht hin, um meine fußballerische Karriere voranzubringen“, stellt er klar. „Es geht mir um die Auslandserfahrung und das Studium, alles was dann noch dazukommt, wäre Bonus.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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