Handball: Frauen-Verbandsliga

Nur wenige Wochen Vorbereitung: Der neue HSC-Trainer zieht ein erstes Fazit

Erst mitten in der Vorbereitung haben Niklas und Burkhard Bell die Damen des HSC Haltern-Sythen übernommen. Nun zieht letzterer ein erstes Fazit nach drei Spielen und drei Siegen.

Erst bei drei Testspielen konnten die neuen HSC-Trainer Burkhard und Niklas Bell auf der Bank sitzen, da steht auch schon der Saisonstart in der Frauen-Verbandsliga an. Drei Mal konnte gewonnen werden. Burkhard Bell zieht nun ein erstes Fazit der für ihn ziemlich kurzen Saisonvorbereitung.

Am Rande des Kurztrainingslagers konnten er und sein Sohn erstmals mit den Damen des HSC jubeln, da wurde die DJK Coesfeld geschlagen. In der vergangenen Woche standen noch mal zwei Spiele an. Erst wurde der TV Borken mit 34:13 geschlagen, dann der TV Biefang II mit 29:19.

Gegen Borken konnte das neue Trainerteam noch auf einen vollen Kader setzen, gegen Biefang sah das schon wieder anders aus. „Heute hatten wir nur sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen“, sagte Burkhard Bell am Sonntag nach dem letzten Vorbereitungsspiel. „Das ist der Situation geschuldet, dass wir so kurzfristig noch gucken mussten, Testspiele zu organisieren.“

Burkhard Bell: „Ich bin guten Mutes“

Dennoch kann Bell ein positives Fazit ziehen. „Wir haben weniger im Kraft-Ausdauer-Bereich gearbeitet und mehr Spielerisches gemacht“, sagte er. „Wir haben versucht, die Stärken der Mannschaft zu unterstützen – dazu gehört vor allem ihre Schnelligkeit. Das haben die Spielerinnen gut umgesetzt.“

In der Abstimmung miteinander stimme zwar vieles noch nicht, „aber ich bin guten Mutes, dass wir das im Laufe der ersten drei, vier Spiele in den Griff kriegen“, so Bell weiter.

In der Defensivarbeit haben er und sein Sohn derweil an einer der von den beiden ausgemachten Stellschrauben, wo es noch Verbesserungsbedarf gebe, gearbeitet. Etwas offensiver zu verteidigen war der Plan, der gegen den TV Borken auch voll aufging. „Das hat gut geklappt, dadurch konnten wir viele Tempogegenstöße laufen“, erklärte der HSC-Trainer.

Gegen Biefang II lag der Fokus dann – auch der Personalsituation geschuldet – darauf, dass die HSC-Spielerinnen auch mal andere Positionen als ihre üblichen bekleiden. „Wir hatten zum Beispiel heute keine gelernte Linksaußen dabei“, erzählte Bell nach dem Sieg.

Durch die ungewohnten Positionen kamen die HSC-Damen etwas schlechter ins Spiel, besonders in der Abwehr. Biefang spielte derweil mit zwei Kreisläuferinnen. „Damit hatten wir anfangs Probleme, in der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas defensiver agiert und denen nicht so viel Platz am Kreis gegeben. Dann klappte auch unser Tempospiel wieder.“

Am kommenden Wochenende wartet für das neue Trainer-Duo, das kurzfristig eingesprungen war, dann auch schon das erste Verbandsliga-Spiel. Burkhard Bell blickt hoffnungsvoll auf den Saisonstart. „Wenn sich alles noch etwas eingespielt hat, dann denke ich, dass wir es ganz gut aus der Situation gemacht haben.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert