Tobias Hötte konnte seit seinem Wechsel zum TuS Haltern am See noch keine Minute in der Landes- oder der Oberliga spielen. © Leon Koch
Fußball

Pech für TuS-Neuzugang: Tobias Hötte erleidet dreimal die gleiche Verletzung

Mit der Empfehlung von 42 Regional- und 73 Oberligaspielen kam Tobias Hötte zum TuS Haltern. Nach drei Verletzungen will er endlich angreifen. Doch auch verletzt war er schon eine Hilfe.

Als Spieler ist er, meiner Meinung nach, mit das Beste, was du als Innenverteidiger aufbieten kannst“, hatte Tim Eibold vom TuS Haltern am See bei der Vorstellung von Tobias Hötte gesagt. Nur viel von seinen Fähigkeiten zeigen konnte der Ex-Sinsener und -Erkenschwicker noch nicht, da ihn mehrmals die gleiche Verletzung außer Gefecht setzte. Nun will er endlich angreifen. Dem TuS konnte er zuletzt dennoch helfen – denn Hötte hat eben auch noch eine weitere Aufgabe neben dem Fußballspielen.

„Ich hatte mir dreimal an der gleichen Stelle einen Faserriss zugezogen“, erzählt der 28-Jährige, der zuletzt für den TuS 05 Sinsen spielte und davor unter anderem für Westfalia Herne und den TSV Marl-Hüls aufgelaufen war. Nach seiner langen Verletzungspause hatte er in der Vorbereitung erstmals wieder länger voll trainiert. Die Folge: Der erste Faserriss im Testspiel gegen den DJK TuS Hordel.

„Danach hatte ich mich in Abständen von einigen Wochen nach einigen Einheiten noch zweimal verletzt“, so Hötte. Seit einigen Tagen ist er aber wieder fit, die ersten Trainingseinheiten hat er auch schon absolviert und beim Last-Minute-Sieg gegen Meinerzhagen stand er erstmals wieder im Kader. Dass er in den vergangenen Wochen nur zugucken konnte, habe weh getan, sagt er derweil.

Immer dienstags findet das Perspektivtraining mit Hötte statt

„Ich hatte die Vorbereitung ja größtenteils mitgemacht, wenn man dann fehlt, ärgert das einen natürlich.“ Doch trotz seiner Verletzungen war er bei jedem Training und vielen Spielen der Halterner dabei. „Beim Training habe ich immer das Trainerteam unterstützt“, erzählt der Innenverteidiger.

Langfristig, das hatte Tobias Hötte schon kurz nach seiner Wechselverkündung gesagt, will er auch selbst als Trainer arbeiten. Den ersten Schritt dafür macht er derzeit schon beim TuS Haltern am See. Denn er wurde er nicht nur als Spieler, sondern auch als sogenannter „Perspektiv-Coach“ geholt.

Und in dieser Funktion ist der Halterner nun auch für das Perspektivtraining am Dienstagabend zuständig. „Die Spieler, die am Wochenende wenig gespielt haben plus die, die vielleicht an einem anderen Trainingstag fehlen und immer ein paar aus der A-Jugend sind dabei“, erzählt er.

Tobias Hötte lobt die Halterner U19: „Die bringen Qualität mit“

Das Training mit den U19-Spielern macht dem erfahrenen Neuzugang bisher viel Spaß, wie er sagt. Und der 28-Jährige ist auch überzeugt, dass einige der Jugendspieler das Zeug für die Oberliga haben. „Die bringen die Qualität mit“, erklärt er.

Dass er selbst das Zeug für die fünfthöchste Spielklasse und sogar noch mehr hat, hat er in der Vergangenheit schon genug bewiesen. 42 Regional- und 73 Oberliga-Spiele stehen in seiner Vita. Geht es nach Hötte, kommen bald noch einige weitere in der Oberliga dazu.

Wie schnell er schon wieder eine Option für das sogenannte Team A des TuS ist, wird sich noch zeigen müssen. „Ich werde mir die Spielpraxis vielleicht auch über das Team B holen“, sagt er.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert