Der Lippramsdorfer Luka Preuß erzielt hier das 1:0 gegen Vestia Disteln und gibt Torwart Jonas Weeke keine Abwehrchance. Am Ende gewinnt der LSV mit 2:0. © Jürgen Patzke
Fußball: Bezirksliga

Sieg gegen Vestia Disteln: Lippramsdorf bleibt zuhause ohne Punktverlust

Mit einem verdienten 2:0 hat der SV Lippramsdorf Vestia Disteln durch zwei Kontertore innerhalb von drei Minuten geschlagen. Beide stehen jetzt punktgleich in der Tabelle.

Während Lippramsdorf sein Heimspiel gegen Vestia Disteln unter anderem ohne Robin Joemann und Henrik Kleinefeld bestreiten musste, hatte es den Gast aus Disteln recht kurzfristig getroffen: Torjäger Philipp Müller, Mittelfeldantreiber Kevin Marc Kenzlers und Sven Hahnenkamp fielen krankheitsbedingt aus.

So ersetzte Distelns Trainer Jörg Breski diese Spieler mit jungen Nachwuchsleuten, die teilweise gerade aus dem Urlaub zurückgekommen waren. Vielleicht war das der Grund für den furiosen Start der Hausherren, für die kurz nach Spielbeginn Timo Berg über rechts frei durchkam, das Tor jedoch verfehlte (3.).

Wenige Minuten später köpfte Christian Drees das Leder freistehend an die Latte. Auf der anderen Seite nahm Felix Altehage eine Ecke von Timo Schmidt volley und zwang LSV-Keeper Jan Korte zu einer Glanzleistung. Das war es zunächst.

Beide Seiten hatten wenig Ideen für einen konstruktiven Spielaufbau. Während bei den Platzherren die vertikalen Bälle meist direkt beim Gegner landeten, übertrieben es die Gäste immer wieder mit gelupften Bällen auf die Mitspieler, was die Ballsicherung nicht leichter machte. So fand das Geschehen mehr zwischen als in beiden Strafräumen statt.

Was beiden Teams aber nicht abzusprechen war, war der Einsatz bei den Zweikämpfen. Dies sorgte bei den Zuschauern aber auch auf dem Feld für Redebedarf mit dem Schiedsrichter, der zunächst eine großzügige Spielleitung anwendete, was sich im Laufe der 90 Minuten änderte.

Der letzte Höhepunkt der ersten Halbzeit gehörte dem Gastgeber in Person von Luca Preuß, der über rechts aus spitzem Winkel abschloss – Distelns Keeper Jonas Weeke lenkte die Kugel an die Latte, von wo sie ins Aus sprang.

Der zweite Spielabschnitt brachte endlich auch Tore. Zunächst Gefahr nach einer Schmidt-Ecke, doch Schramm und Altenhage behindern sich beim Kopfball (46.). Lippramsdorfs Preuß blieb wenig später zu eigensinnig, als er über rechts das Tor anvisierte statt in die Mitte zu spielen. Dann aber machte er es besser, als ihn Drees anspielte und der LSV-Angreifer Maximillian Sellinat düpierte, alleine aufs Tor zulief und zur 1:0-Führung einschob.

Drei Minuten später schickte Giacomo Lopez Fernandez den schnellen Timo Berg vertikal und auch der schob am Distelner Torhüter vorbei zum 2:0 (63.). Wieder drei Minuten später ging abermals Berg über rechts frei durch, doch sein Pass in die Mitte auf Preuß pfiff der Schiedsrichter wegen einer Abseitsstellung zurück.

So blieb es beim 2:0 für die Halterner, die jetzt mit Disteln punktgleich in der Tabelle stehen. LSV-Coach Sven Kmetsch: „Die Elf hat sich an den Matchplan gehalten, wird haben ein anderes Gesicht gezeigt als in Hassel und die Chancen genutzt“.

Vestia-Trainer Jörg Breski stellte hinterher fest, dass seine Spieler „mit den langen Bällen der Lippramsdorfer in der zweiten Halbzeit gar nicht klar kamen“. Zudem habe seinem Team vorne die Durchschlagskraft gefehlt.

Tore: 1:0 Tamme Preuß (60.), 2:0 Lopez Fernandez (63.)

LSV: Korte – Vierhaus, Drees, Schild, Berg, Denter, Eßling, N. Wessels (87. Jansen), Zernahle (76. Misirci), Lopez Fernandez, Preuß (73. Geisler).

Disteln: Weeke – Schramm, Altehage, Schmitz, Trakowski (80. Wagner), Gruber (46. Cmelenko), Schmidt, Cornelius, Sellinat, Koseler, Gola (46. Timm).

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Als Fotografenmeister und ehemaliger Fußballer bot sich mir an in diesem Metier weiter tätig zu sein. Seit 2016 fotografiere und schreibe ich für Lensing Media im Bereich Sport, aber auch bei Bedarf für die Lokalredaktion Haltern am See.
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Jürgen Patzke