Jens Quinkenstein kennt viele Spieler des TuS Sythen gut - vielleicht gerade deshalb kann er sich die ein oder andere Stichelei bei der Bewertung des gegnerischen Kaders nicht verkneifen. © Ralf Deinl
Halterner A-Liga-Derby

Sticheleien inklusive: ETuS-Kapitän Quinkenstein bewertet die Sythener Mannschaft

Vor dem A-Liga-Derby schätzt ETuS-Kapitän Jens Quinkenstein die Mannschaft von TuS Sythen für uns ein, erzählt von einem Bier-Deal und verrät, welcher Sythener auch am Glas ziemlich gut ist.

Der ETuS Haltern musste sich in der vergangenen Saison dem TuS Sythen erst im Pokal und einige Wochen später auch in der Kreisliga A geschlagen geben. Nun bekommt das Team von Phillip Oligmüller die Chance, sich zu revanchieren. Vorab haben wir jeweils einen Spieler der beiden Teams gebeten, die andere Mannschaft für uns einzuschätzen. Erst war Sythens Andre Nacke dran, nun legt ETuS-Kapitän Jens Quinkenstein nach.

Tor

„Da Janik Bilzer (Sommer-Neuzugang des TuS Sythen, Anm. d. Red.) mit Flaesheim in der anderen Staffel gespielt hat, hab ich ihn nie spielen sehen. Aber ich weiß aus erster Hand, dass Philipp Berten am Sonntag spielen wird“, sagt Jens Quinkenstein. „Bei ihm kann man sagen: Wenn er Sonntag so hält, wie er Freitag und Samstag am Glas ist, wird es schwer, ein Tor zu schießen“, so der Halterner.

Berten sei ein sicherer Rückhalt, das gleiche – hat sich Quinkenstein sagen lassen – gilt aber auch für Bilzer. „Ich glaube, auf der Torwart-Position können sich beide Vereine nicht beklagen.“

Abwehr

In der Vorbereitung war ein Teil der ETuS-Mannschaft in Lavesum am Platz, als der B-Ligist den Sythenern große Probleme bereitete und sich ein 3:3 verdiente. Die Abwehr der Sythener bestand aus einer Viererkette. „Letzte Saison haben sie immer mit Fünfer- beziehungsweise Dreierkette gespielt“, sagt Quinkenstein.

In welcher Formation sie diesmal auflaufen und wer dort im Endeffekt spielt, sei schwer einzuschätzen. „Es ist aber wie bei uns: Auf den Außen sind sie schnell und in der Mitte versuchen sie es mit Erfahrung und Stellungsspiel“, so der ETuS-Kapitän lachend.

Ein Duell könnte besonderes spannend werden: Torben Spyra gegen Jens Quinkenstein. „Wir haben lange in der Jugend zusammengespielt, da kennt man die Stärken und Schwächen des anderen gut.“

Mittelfeld

Quinkenstein warnt vor „den drei im Zentrum“ des Sythener Mittelfeldes. Gemeint sind Marius Möller, Janik Tönnes, der nach seiner Gelbsperre wieder dabei sein darf, und Andre Nacke. Normalerweise wäre dort auch noch Kapitän Kevin Plogmaker zu nennen, „aber der ist ja noch verletzt“.

Doch auch so haben die Sythener reichlich Qualität in ihrer Zentrale. „Zwei sind fußballerisch sehr gut, der eine kommt mehr übers Kämpferische – die wissen, wen ich damit meine“, so der Halterner.

Auf die Mittelfeldachse des Derby-Gegners müsse sein Team besonders aufpassen, sagt Jens Quinkenstein, fügt aber direkt hinzu: „Ich denke, wir werden mit unserem Mittelfeld gut dagegenhalten können.“

Sturm

Im Angriff hat Sythens Trainer Dennis Schulz – sofern alle Spieler dabei sind und je nach Formation – die Qual der Wahl. „Wenn alle fit sind, sind sie da echt unangenehm“, weiß auch Quinkenstein. „Sebastian Hohaus schießt immer seine Tore, aber wir haben ihn erst zwei Mal spielen sehen, zu ihm kann ich noch nicht viel sagen.“

Lukas Wemhoff ist da für Quinkenstein und seine Teamkollegen schon deutlich bekannter. „Vor allem aufgrund seiner Schnelligkeit ist er extrem schwer zu verteidigen“, sagt der Halterner.

Über die Qualitäten von Mats Linden weiß er derweil am meisten, schließlich bildeten die beiden mehrere Jahre lang beim ETuS die Doppelspitze. „Ich weiß, was er kann; da kann ich unseren Verteidigern noch ein paar Tipps geben“, sagt er. In dieser Woche hatten die beiden noch telefoniert und abgemacht: „Für jedes Tor, das einer von uns schießt, gibt es danach ein Bierchen.“

  • Quinkensteins Tipp für das Derby: „Wir sind zuhause eine gute Mannschaft, das entscheiden wir für uns. Wir spielen allerdings nie zu Null, also sage ich mal 4:2 für den ETuS.“
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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert