Weder auf dem Platz noch auf der Bank war ein Sythener Spieler zuletzt zu finden. Der 23-Jährige musste schon am sechsten Spieltag mit einer Gelbsperre aussetzen. © Andreas Hofmann
Fußball: Kreisliga A

Sythener nach fünf Spielen gelb-gesperrt – „Ich wurde gefragt, ob das Absicht war“

Der Bundesliga-Rekord für die meisten Gelben Karten liegt bei 17. Ein Sythener hat in fünf Spielen schon fünf gesammelt. „Ein, zwei waren wegen Meckerns“, sagt er. Das kostet beim A-Ligisten.

Das muss man erst mal schaffen: Ein Spieler der A-Liga-Mannschaft des TuS Sythen verpasste die Partie gegen BW Wulfen gelb-gesperrt – er hatte an den ersten fünf Spieltagen immer eine Gelbe Karte gesehen. Dabei war er in der Vergangenheit gar nicht dafür bekannt, war zuvor noch nie gelb-gesperrt.

Beim ETuS Haltern war Janik Tönnes noch Flügelspieler, doch als er 2019 zum TuS Sythen kam, wanderte er ins Mittelfeldzentrum, kam vornehmlich auf der Zehn oder Acht zum Einsatz. Seit diesem Sommer ist der 23-Jährige aber noch ein bisschen weiter nach hinten gerutscht.

Das lag unter anderem daran, dass auf der Doppel-Sechs zu Beginn der Vorbereitung ein Platz frei wurde. „Marius Möller war anfangs nicht dabei, da habe ich dann auf der Position gespielt“, erzählt Janik Tönnes, der sich als eher spielerischen Sechser beschreibt.

Sythens Janik Tönnes: „Ein, zwei Karten waren wegen Meckerns“

Anfangs sei die neue Position für ihn aber ziemlich ungewohnt gewesen, sagt er. Mittlerweile hat sich der Sythener jedoch an sie gewöhnt und auch mit seiner Leistung ist er bislang zufrieden – nur die Gelbsperre hätte nicht unbedingt sein müssen.

Janik Tönnes (r.) fehlte dem TuS Sythen gegen BW Wulfen, weil er schon fünf Gelbe Karten gesehen hatte.
Janik Tönnes (r.) fehlte dem TuS Sythen gegen BW Wulfen, weil er schon fünf Gelbe Karten gesehen hatte. © Andreas Hofmann © Andreas Hofmann

„Ein, zwei Karten waren wegen Meckerns“ gesteht Tönnes. Eine andere Gelbe Karte sei aber auch unberechtigt gewesen. Grundsätzlich, sagt er, sei er aber in manchen Situationen vielleicht einfach „ein bisschen zu aggressiv“ gewesen. Er betont aber auch: „Das war meine erste Gelbsperre überhaupt.“

Ein, zwei Sprüche habe er sich von seinen Teamkollegen allerdings dennoch anhören müssen, verrät der Mittelfeldspieler. „Und ich wurde gefragt, ob das Absicht war“, erzählt er.

Ein fußballfreies Wochenende wollte Janik Tönnes aber nicht provozieren – und bewies das auch bei der Sythener Niederlage gegen Wulfen. Denn das Spiel ließ er sich trotz seiner Sperre nicht entgehen. Nur war er ausnahmsweise eben als Zuschauer dabei.

An den ersten fünf Spieltagen war das anders, der 23-Jährige stand immer in der Startelf und spielte mit Ausnahme des ersten Spieltags immer durch, weshalb er mit seinen bisherigen Einsatzzeiten auch nur zufrieden sein kann.

Geht es nach dem Sythener, wird er beim nächsten Spiel gegen den ETuS Haltern wieder in der Startelf stehen. Dann aber am besten ohne eine Gelbe Karte zu sehen. Und wenn doch, dann wenigstens keine Gelbe wegen Meckerns – denn das kostet bei den Sythenern 15 Euro Strafe.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert