Flaesheims Max Henniges (r.) und Hertens Kapitän Simon Triefenbach kämpfen um den Ball. Am Ende setzte sich die Concordia gegen die DJK Spvgg Herten mit 3:1 durch. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Kreisliga A

Traumtor, Rudelbildung und ein wütender Trainer: Flaesheim schlägt die DJK Spvgg Herten

Eine Rudelbildung, ein traumhafter Treffer und ein Trainer, der hinterher von einer „Frechheit“ sprach - die Partie zwischen Concordia Flaesheim und der DJK Spvgg Herten hatte viel zu bieten.

Mit 3:1 setzte sich Concordia Flaesheim auf seiner Anlage in einem Kreisliga-A-Spiel, welches viel zu bieten hatte, gegen die DJK Spvgg Herten durch. Direkt nach Abpfiff ging Hertens Sascha Vitolins direkt auf den Unparteiischen der Partie zu – der Trainer hatte großen Redebedarf. Er sprach danach von einer „Frechheit“.

Gemeint hatte er die Linie des Schiedsrichters bei zwei ähnlichen Szenen in den Strafräumen beider Mannschaften. Szene Nummer eins: In der 21. Minute kommt Hertens Niklas Martin nach einer Flanke völlig frei an den Ball, Flaesheims Keeper Stephan Koch klärt per Grätsche und die Gäste fordern einen Elfmeter, den sie jedoch nicht bekommen.

Szene Nummer zwei in der 90. Minute: Der eingewechselte Tom Spyra wird auf dem linken Flügel vom eingewechselten Kevin Schulz steil geschickt und kommt nach Grätsche von Hertens Torhüter Marco Maggo im Strafraum zu Fall. Diesmal zeigt der Schiedsrichter auf den Punkt, den Elfmeter verwandelt Schulz souverän zum 3:1.

Michael Onnebrink: „Haben uns das Leben selber schwer gemacht“

„Wie man zwei so gleiche Szenen so unterschiedlich bewerten kann, das geht nicht“, schimpfte Hertens Trainer nach dem Spiel. Und auch Concordia-Coach Michael Onnebrink musste eingestehen, dass sein Team in der ersten Situation ein wenig Glück gehabt hatte: „Wenn er da pfeift, dürfen wir uns nicht beschweren“, sagte er nach dem Sieg seiner Mannschaft, der in der Summe der Torchancen dennoch verdient war.

Nach dem 1:0 durch Lucas Manns Abstauber in der 38. Minute, ließ der Flügelspieler in Halbzeit zwei mit einem fulminanten Dropkick aus rund 25 Metern über Hertens Keeper hinweg schnell das 2:0 folgen (56.).

Kurz zuvor hatte noch eine Rudelbildung die Gemüter auf dem Feld erhitzt, bei der der Schiedsrichter wieder mal im Mittelpunkt stand, es aber bei zwei Verwarnungen beließ – die einzigen beiden in gesamten Spiel, in dem Flaesheim nach dem 2:0 einen Konter nach dem anderen verspielte.

„In den ersten 15 Minuten nach der Pause war Flaesheim klar besser“, stellte Sascha Vitolins fest, „aber danach sind wir wieder zurückgekommen“. Nach einer Freistoßhereingabe von rechts lenkte Flaesheims Kapitän Thomas Fritzsche den Ball unglücklich ins eigene Tor (66.); das Spiel schien wieder offen zu sein, doch allzu viele Chancen sahen die Zuschauer danach nicht mehr.

Doch da die Concordia schon zuvor ihre Chancen nicht genutzt hatte, mussten die Spieler von Michael Onnebrink und der Trainer lange zittern – bis zur 90. Minute und dem Elfmeterpfiff des Schiedsrichters. „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht“, erklärte der Flaesheimer hinterher, war aber dennoch zufrieden und glücklich über die drei Punkte.

Und auch sein Gegenüber konnte dem Spiel etwas Positives abgewinnen: „Wir wussten, dass die gut sind, aber wir haben gut dagegengehalten“, so der Trainer des Tabellen-Vierzehnten.

Tore: 1:0, 2:0 Mann (38., 56.), 2:1 Fritzsche (66., ET), 3:1 Schulz (90, FE)

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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