Fußball: Oberliga

„Wir haben zwei Punkte verloren“: Remis zwischen dem TuS Haltern und Vreden

Früh ging Vreden in Führung, doch schnell glich der TuS Haltern wieder aus. Darüber, ob das Remis am Ende gerecht oder für ein Team mehr drin war, waren die Trainer sich nicht ganz einig.

Mit einer Punkteteilung endete die Partie zwischen dem TuS Haltern am See und der SpVgg Vreden. Während ein Trainer hinterher von verlorenen zwei Punkten sprach, konnte der andere mit dem Remis ganz gut leben.

„Wenn man den Spielverlauf sieht, geht das in Ordnung“, sagte Timo Ostdorf, Trainer des TuS, nach dem 1:1. „Gegen so eine Mannschaft einen Punkt zu holen, ist ok. Natürlich hofft man zum Schluss immer auf den Lucky Punch, aber den hätte Vreden genauso setzen können.“

Sein Gegenüber, Engin Yavuzaslan, war hingegen nicht zufrieden mit dem Unentschieden. „Wir haben zwei Punkte verloren“, sagte er. Das ärgere ihn zwar, doch dafür freue er sich umso mehr darüber, wie seine Mannschaft gekämpft hatte. „Wir waren torgefährlicher und wollten den Sieg unbedingt.“

Eine Einzelaktion bringt den TuS Haltern zurück ins Spiel

Lange hatte es nicht gedauert, ehe die Zuschauer das erste Tor sahen. Schon in der 6. Minute verwandelte Vredens Nicolas Ostenkötter einen Foulelfmeter, nachdem Noah Karthaus am zweiten Pfosten den sich mit dem Kopf etwas nach unten bewegenden Hendrik Brügging mit dem Fuß traf – ein Strafstoß, der für Diskussionen auf dem Platz sorgte.

„Das war ein ganz klarer Elfmeter“, sagte Engin Yavuzaslan nach der Partie. Timo Ostdorf wollte nach Abpfiff keine Einschätzung abgeben. Aus der Entfernung „kann ich es nicht beurteilen“, erklärte er.

Geschockt waren die Halterner aber nicht. Vielmehr begannen sie, das Heft in die Hand zu nehmen und erspielten sich einige Chancen, unter anderem schlenzte David Loheider aus rund 22 Metern nur knapp am Tor von Tom Breuers vorbei (19.).

Nur eine Minute später musste der Vredener dann aber doch hinter sich greifen. Nach einen langem Ball in die Spitze setzte sich TuS-Stürmer Peter Elbers im Zweikampf durch, zog von links in den Strafraum und traf letztendlich den linken Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor rollte (20.).

„Im letzten Drittel hat uns manchmal einfach das Spielglück gefehlt“

Danach flachte die Partie etwas ab, was Torchancen anging, blieb jedoch weiter intensiv und hart umkämpft. Ein, zwei Unsicherheiten im Halterner Spielaufbau konnten die Gäste aber genauso wenig nutzen wie der TuS den ein oder anderen Konter, der meist schon im Aufbau abgewehrt wurde.

In Halbzeit zwei ein ähnliches Bild wie zum Schluss der ersten 45 Minuten: Beide Teams wollten viel, doch richtig gefährlich wurde es nur selten. „Im letzten Drittel hat uns manchmal einfach das Spielglück gefehlt“, sagte Yavuzaslan. Ähnlich erging es aber auch dem TuS Haltern am See. Dazu kamen bei beiden Teams einige zu ungenaue Pässe in der Offensive.

Halterns Kiyan Gilani, Dreh- und Angelpunkt vieler TuS-Angriffe, versuchte es noch ein paar Mal aus der Distanz, doch auch seine Schüsse blieben ungefährlich. Auf der anderen Seite hatte Vredens Timo Grabowsky noch eine gute Chance, die fast ein Traumtor zur Folge gehabt hätte. Doch seinen Eckball, der sich mit viel Schnitt plötzlich aufs Tor drehte, wehrte Cedric Drobe mit dem Fuß ab.

Tore: 0:1 Ostenkötter (6.), 1:1 Elbers (20.)

TuS: Drobe – Temme, Dagott, Keller, Gilani, Karthaus (61. Ibraim), Elbers, Sandkühler, Loheider (79. Ziegler), Pulver, Scheele

Vreden: Breuers – Heisterkamp, Hoffmann, Korthals (73. Arslan), Ostenkötter, Hinkelmann, Brügging (85. Kraushaar), Grabowsky (75. Wüpping), Niehuis, Hakvoort (46. Kondring), Mensing

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert