Fußball: Kreisliga A

Nach dem 0:11-Debakel in Ahsen: Wie geht es bei SuS Bertlich weiter?

Kaum ist das 0:11 bei Borussia Ahsen perfekt, macht ein Gerücht die Runde: SuS Bertlich könnte seine Mannschaft aus der Kreisliga A zurückziehen. Trainer Thomas Droste nimmt Stellung.
Versucht hier, mit Heides Stürmer Levent Oral (r.) zu diskutieren: Ex-Profi Christian Wetklo, der beim SuS Bertlich mal im Tor und mal im Feld aushilft. © Olaf Krimpmann

Keine Frage, auch am Tag nach dem Debakel beim SV Borussia Ahsen – die Partie endete 0:11 – ist Thomas Droste, Trainer des SuS Bertlich, noch am Boden. „Bei uns sind alle deprimiert. Elf Stück tun richtig weh. Frag mal den VfL Bochum, der hat in Bayern sieben Gegentore bekommen“, sagt Thomas Droste. „Es ist eine schwierige Situation. Den Kopf zu verlieren wäre aber der falsche Weg.“

Der Bertlicher zeigt sich kämpferisch. „Es war herb, aber es geht weiter. Wir lösen uns nicht auf. Da kann ich alle hier im Kreis Recklinghausen beruhigen“, sagt Thomas Droste zu den Gerüchten, die Bertlicher würden ihr Team aus dem Spielbetrieb zurückziehen. „Wir haben fast zehn Jahre für den Aufstieg gebraucht. Jetzt wollen wir zusehen, dass wir die Klasse auch halten“, sagt Droste.

Mannschaft sei derzeit nicht wettbewerbsfähig

Doch wie? Natürlich weiß er, dass die Bertlicher derzeit nicht wettbewerbsfähig sind. Die Gründe für das knappe Personal sind vielfältig: Urlaube, Verletzte, Wechselschichten. Zudem haben einige Spieler nach dem Theater um die Entlassung des Sportlichen Leiters Batuhan Türkmen den Verein verlassen.

Kann der Kader nicht mit Spielern aus der zweiten oder dritten Mannschaft aufgefüllt werden? „Aus der Zweiten geht gar nicht, die werden schon von unserer Ü32 unterstützt. Und die Dritte hat auch nur wenige Spieler, da gibt‘s gerade viele Verletzte“, sagt Thomas Droste. Nur gut, dass Erste und Dritte gemeinsam trainieren. „20 Leute sind dann immer da“, so Droste.

„Die Spieler machen die vielen Fehler“

Schwierig sei es, wenn Ex-Profi Christian Wetklo aushilft. „Die Schiris haben sich teilweise auf ihn eingeschossen. In Ahsen gab es drei, vier Fouls gegen ihn, der Schiri ließ aber weiterlaufen“, sagt Thomas Droste. Wobei er dem Unparteiischen keinesfalls die Schuld an der Niederlage gibt. „Die Spieler machen ja die vielen Fehler.“

Das große Problem sieht er gar nicht mal im knappen Personal. „Die Fehlerquote ist viel zu hoch. In Ahsen schießt der Gegner dreimal aufs Tor, schon liegen wir mit 0:3 hinten“, sagt Thomas Droste. Zudem gingen nach dem 0:6 die Köpfe runter. „Statt klar zu spielen, verfummelt sich einer, schon laufen wir in einen Konter.“

Trainer kündigt Transfers im Winter an

Jetzt heißt es: Auf die Zähne beißen und bis zur Winterpause durchhalten. „Bis dahin wollen wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen“, sagt der Bertlicher. Und fügt hinzu: „In der Winterpause wollen wir Transfers tätigen.“ Was nicht einfach wird: Zum einen ist die Ablöse im Winter frei verhandelbar. Zum anderen wird‘s schwierig, Spieler zu überzeugen, auf Asche zu spielen. „Wir sind in Herten der einzige Verein, der keinen Kunstrasen besitzt.“