Trainerfrage bei Hertener Löwen weiter offen Kelmendi muss auch im Derby beim BSV Wulfen ran

Redakteur
Sechs Jahre bei den Hertener Löwen Seite an Seite: Besart Kelmendi (vorn) und Cedric Hüsken.
Sechs Jahre bei den Hertener Löwen Seite an Seite: Besart Kelmendi (vorn) und Cedric Hüsken. © Thomas Braucks
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Nach der unglücklichen 86:91-Pleite bei den TuS 59 HammStars am vergangenen Samstag hatte Besart Kelmendi klare Vorstellungen: „Bis Dienstag oder Mittwoch mache ich es“, sagte der Interimscoach der Hertener Löwen. „Dann ist hoffentlich ein neuer Trainer da.“ Und er, Kelmendi, sei die Bürde los. Falsch gedacht. Der langjährige Co-Trainer wird auch in dieser Woche die Übungen der Löwen anleiten und am Samstag (3.12.) im Derby beim BSV Wulfen (20 Uhr, Gesamtschule Wulfen) an der Seitenlinie stehen. Besonders glücklich dürfte Kelmendi darüber nicht sein.

Nach der Trennung von Trainer Cedric Hüsken hatte Kelmendi klargemacht, dass er nicht als neuer Headcoach zur Verfügung stehe. Nicht nur aus familiären und beruflichen Gründen. Auch aus Solidarität zu seinem langjährigen Basketball-Kompagnon Hüsken will Kelmendi das Amt nicht: „Ich habe sechs Jahre lang fast mehr Zeit mit Cedric verbracht als mit meiner Frau.“ Da gehöre es sich einfach nicht, das sportliche Erbe anzutreten.

„Es ehrt Bessy, dass er so denkt“, sagt der Löwen-Vorsitzende Hermann Zechel. „Aber wir haben ihn gebeten, noch etwas weiterzumachen. Er wird die Mannschaft auch im Derby in Wulfen coachen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar.“

„Aber es sind noch einige Details zu klären“

Denn der Hertener Plan, schon in dieser Woche einen neuen Cheftrainer zu präsentieren, geht nicht auf. Offenbar wurden dem Klub über Agenten einige Kandidaten angeboten, auch aus dem Löwen-Umfeld soll es Tipps auf mögliche Trainer gegeben haben. Inzwischen hat der Verein einen Kandidaten fest im Visier.

„Aber es sind noch einige Details zu klären“, sagt Hermann Zechel.

Zum nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger BG Aachen, der letzten Partie der Hinserie (Samstag, 10. Dezember), werde ein neuer Coach auf der Hertener Bank sitzen. In der Basketball-Szene darf damit vorerst munter weiter über mögliche Kandidaten für die Löwen spekuliert werden.