Am Samstag trafen der FC Brünninghausen und der FC Nordkirchen aufeinander. © Jura Weitzel
Fußball

Brünninghauser kehrt nach Nordkirchen zurück: „Es hätte nicht besser laufen können“

Das Testspiel zwischen dem FC Nordkirchen und dem FC Brünninghausen war für einen Kicker des FCB eine besondere Partie: Zwei Jahre nach seinem Abschied kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Als am vergangenen Samstag Bezirksligist FC Nordkirchen und Westfalenligist FC Brünninghausen am Nordkirchener Schlosspark zum Test aufeinandertrafen, war das nicht nur das erste Spiel der Vorbereitung für beide Mannschaften, beim 3:2-Sieg der Gäste aus Dortmund stand auch ein Spieler auf dem Feld, der in der Vergangenheit für den FCN seine Fußball-Schuhe schnürte.

Für Patrick Trawinski war das Spiel seines FCB in Nordkirchen ein Wiedersehen der besonderen Art. Drei Jahre lief der 23-Jährige für den FCN auf, bevor er sich für einen Wechsel nach Dortmund entschied. „Es war richtig cool. Ich habe mich gefreut, ein paar alte Gesichter zu sehen, wenn auch nicht mehr viele von meiner Zeit damals da sind“, meint Trawinski.

Patrick Trawinski trifft kurz nach seiner Einwechslung

Auch sportlich lohnte sich die Rückkehr des Offensivspielers, der vornehmlich im linken Mittelfeld oder Sturmzentrum eingesetzt wird. In der 58. Minute wurde Trawinski eingewechselt, vier Minuten später traf er an alter Wirkungsstätte – gegen seinen Ex-Verein zum 3:0.

Patrick Trawinski läuft mittlerweile für den FC Brünninghausen auf.
Patrick Trawinski läuft mittlerweile für den FC Brünninghausen auf. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Der Treffer ist natürlich etwas Besonderes“, erzählt Trawinski im Nachgang. „Gegen den Ex-Klub zu jubeln, ist immer etwas schwierig, aber bei einem Testspiel kann man das schon machen. Es ist jedenfalls kein übliches Tor. Für mich hätte es an dem Tag nicht besser laufen können.“

An seine Zeit als FCN-Aktiver hat Trawinski noch gute Erinnerungen. Zwar blieben dem Stürmer und der Mannschaft ein Happy End mit dem Aufstieg in der Relegation in die Landesliga verwehrt, die Drähte nach Nordkirchen sind aber noch intakt. „Mit Issam (Jaber, damaliger Trainer, Anm. d. Red.) und Nils (Venneker, Anm. d. Red.) telefoniere und schreibe ich noch“, so Trawinski.

Zudem habe er vor der Corona-Pause einige Spiele in Nordkirchen besucht. Gleichzeitig hält sich Trawinski auf dem Laufenden, was bei seinem Ex-Verein gerade vor sich geht. „Sonntags nach unserem Spiel schaue ich mir oft die Ergebnisse an und lese mir die Berichte durch“, sagt er.

Trawinski traut FC Nordkirchen den Aufstieg zu

Aufgrund der Informationen, die Trawinski hat, traut er dem FC Nordkirchen in der kommenden Saison auch das zu, was ihm in seiner Zeit am Schlosspark nicht gelang: der Aufstieg in die Landesliga. „Einen Aufstieg kann man nicht planen, da muss viel passen“, räumt Trawinski zwar ein, „aber die Mannschaft hat die Qualität, sogar in der Landesliga mitzuhalten. Auch, wenn viele wichtige Stammspieler leider gewechselt sind, hat Nordkirchen immer noch eine gute Mannschaft mit einer guten Achse. In Mario Plechaty hat das Team einen Trainer, der weiß, wie man aufsteigt.“

Patrick Trawinski (l.) scheiterte mit dem FC Nordkirchen am Landesligaaufstieg.
Patrick Trawinski (l.) scheiterte mit dem FC Nordkirchen am Landesligaaufstieg. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Trawinski selbst schaffte den Sprung in eine höhere Liga. Im Sommer vor zwei Jahren gab er seinen Wechsel zum damaligen Oberligisten-Absteiger FC Brünninghausen bekannt. Beim Westfalenligisten, also gleich zwei Klassen über der Bezirksliga, schaffte Trawinski schnell den Durchbruch. „Für mich war der Abstieg des FCB vielleicht gar nicht so schlecht. Der Trainer hat auf neue Gesichter gesetzt und ich habe davon profitiert“, sagt Trawinski.

Beim FC Brünninghausen angekommen

In Brünninghausen ist der Bürokaufmann nicht nur angekommen, mittlerweile fühlt sich Trawinski hier auch wohl. Bei seinem Abschied vor zwei Jahren aus Nordkirchen sagte der heute 23-Jährige, dass Nordkirchen für ihn immer eine Option sei.

Daher will Patrick Trawinski auch eine Rückkehr nicht ausschließen. „Ich habe mich hier mit allen gut verstanden und tue das weiter. Es spielen aber immer mehrere Faktoren eine Rolle, wie der Trainer, Spieler und das Umfeld“, sagt er. „Wenn es wirklich einmal dazu kommt, bin ich bereit.“ Bis es so weit ist, wird Patrick Trawinski wohl noch das ein oder andere Mal an seine besondere Rückkehr an alte Wirkungsstätte denken.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel