Der FC Nordkirchen zeigte eine starke Mannschaftsleistung. © Ebmeier
Meinung

Entgegen aller Voraussetzungen: Sieg des FC Nordkirchen ist mehr wert als drei Punkte

Gegen Westfalia Huckarde zeigt der FC Nordkirchen wahrscheinlich das beste Spiel der bisherigen Saison. Doch das ist nicht unbedingt das, was diesen 6:1-Erfolg so extrem wertvoll macht.

Kein gutes Gefühl hatte Mario Plechaty, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des FC Nordkirchen, vor dem Topspiel gegen Westfalia Huckarde. Das ist auch absolut kein Wunder, wenn man sich nur einmal die Liste der Nordkirchen-Kicker anschaut, die am Sonntag nicht auf dem Platz standen. Mit Nico Plechaty, Nils Venneker, Jens Haarseim und Marcel Stiepermann fehlten mindestens vier Stammspieler. Doch trotzdem gewann der FC Nordkirchen das Topspiel in unnachahmlicher Art und Weise.

Denn das Ergebnis vom Ende (6:1) klingt so zwar schon sehr hoch, doch hätten Roman Humenscheimer und Simon Mors ihre zahlreichen Chancen vernünftig ausgespielt, hätte es am Ende auch neun oder zehn Tore am Schoßpark zu feiern geben können.

So waren es nun aber eben andere Spieler, die beim Spitzenkracher in die Bresche sprangen. Es war ein Lars Wannigmann, der sich für starke Spiele zuletzt mit zwei Traumtoren endlich einmal belohnte und auch ein Rene Nemitz, der nach schwierigen Wochen ebenso wieder für einen fußballerischen Lichtblick sorgte.

FC Nordkirchen trotzt den Umständen

Und gerade deshalb ist dieses große Ausrufezeichen gegen Huckarde nicht nur ein Sieg, welcher drei Punkte und die Tabellenführung an den Schloßpark bringt. Viel mehr ist es ein Spiel, das zeigte, dass man in dieser Saison beim FC Nordkirchen wohl mit nahezu jedem Rückschlag klarzukommen scheint, egal wie schlimm das Gefühl des Trainers kurz vor dem Spieltag ist.

In der nächsten Woche geht es nun für den FCN gegen Blau Gelb Schwerin, wo die Nordkirchener im Vorjahr ihre ersten Punkte ließen. Doch in der aktuellen Verfassung ist es schwierig vorstellbar, dass die Plechaty-Truppe hier diesmal keinen Sieg holt. Schließlich scheint es in dieser Saison egal zu sein, wer beim Bezirksligisten tatsächlich auf dem Platz steht.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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