Daniel von der Ley (r.) gratuliert Joachim Mrowiec (M.), der die Vorlage zu Simon Mors‘ Treffer gab. © Henkel
Fußball

FC Nordkirchen besiegt den FC Castrop-Rauxel – und bekommt Schützenhilfe vom Gegner

Der FC Nordkirchen fährt einen souveränen Sieg gegen den FC Castrop-Rauxel ein. Der FCN bekommt tatkräftige Mithilfe vom Gegner und muss eigentlich sogar noch höher gewinnen.

Der FC Nordkirchen gewinnt sein Heimspiel gegen den FC Castrop-Rauxel und hält den Kontakt zu den beiden Spitzenmannschaften. Der FCN profitiert auch davon, dass sich die Gäste selbst dezimieren – und hätte am Ende sogar noch höher gewinnen.

Bezirksliga 9

FC Nordkirchen – FC Castrop-Rauxel 3:0 (2:0)

Als Michael Wurst nach etwas mehr einer Stunde die Sportanlage am Schlosspark verließ, hatte der Trainer des FC Castrop-Rauxel vielleicht noch Hoffnung, etwas Zählbares aus Nordkirchen mitnehmen zu können. Wurst, der wegen seiner Tätigkeit als Stadionsprecher des VfL Bochum, die am Sonntagabend spielten, eher gehen musste, sah dann keine Besserung seiner Mannschaft. Es wurde eher noch schlimmer.

Denn der FC Nordkirchen hatte alles im Griff. Vom Start weg war die Elf vom Schlosspark die bessere Mannschaft, die das Heft des Handelns sofort in die Hand nahm. „Der FC Castrop ist eine unbequeme Mannschaft, man konnte die nicht genau einschätzen, auch weil einige Spieler gefehlt haben“, bemerkte Mario Plechaty.

FC Castrop-Rauxel hilft dem FC Nordkirchen

Umso mehr freute es den Nordkirchener Trainer, dass seine Mannschaft insbesondere im ersten Durchgang einen couragierten Auftritt zeigte, aber eben auch davon profitierte, dass der FCC ordentlich mithalf. Etwas mehr als eine halbe Stunde waren gespielt, als der bereits mit einer Gelben Karte vorbelastete Dennis Meyer viel zu ungestüm in einen Zweikampf ging und folgerichtig mit Gelb-Rot vom Feld musste.

Nils Venneker (l.) sicher für den FC Nordkirchen in der Defensive ab.
Nils Venneker (l.) sicher für den FC Nordkirchen in der Defensive ab. © Henkel © Henkel

„Kämpferisch und läuferisch waren sie gut, auch als sie ein Mann weniger waren“, so Plechaty. Dennoch war es der FCN, der dann erfolgreich. Durch einen Doppelschlag von Dennis Seidel (36. Minute) und Simon Mors (38.) lag der FCN zur Halbzeit vorne.

Auch nach dem Seitenwechsel war Nordkirchen die gefährlichere Mannschaft. Bis Gäste-Trainer Wurst aber die Anlage verließ, machte sich das nicht in Toren bemerkbar. Doch nachdem Wurst weg war, schwanden die Hoffnungen der Gäste. Denn erst kassierte der FCC durch eine Tätlichkeit den zweiten Platzverweis (69.), dann mussten die Gäste auch noch den dritten Gegentreffer hinnehmen: Dominik Dupke verwandelte einen Strafstoß, der endgültig über Sieger und Verlierer beschied.

Der Sieg für Nordkirchen fiel dabei noch zu niedrig aus. Der FCN erspielte sich noch einige Chancen, ließ diese aber entweder fahrlässig liegen oder scheiterten am Gäste-Keeper. In den letzten Minuten schalteten die Hausherren dann vollends in den Verwaltungsmodus.

FC Nordkirchen muss zu RW Germania

„Mit den letzten 20 Minuten, als wir zwei Mann mehr waren, bin ich nicht ganz so zufrieden. Da müssen wir das Spiel schneller gestalten“, sagte Plechaty, der mit seiner Mannschaft aber nicht zu hart ins Gericht gehen wollte: „Ich war auch selbst Spieler und wenn man dann 3:0 führt, dann macht man etwas zu wenig.“

Entscheidend war für den FCN-Coach ohnehin nur der Erfolg. „Ich bin sehr zufrieden, weil wir wieder zu Null gespielt haben“, meinte Plechaty. „Wichtig ist aber, dass wir nach letzter Woche nachgelegt haben.“ Laut Plechaty wird die kommende Aufgabe bei RW Germania wieder eine schwierige – der FC Nordkirchen wird dann nicht darauf vertrauen können, dass er Hilfe vom Gegner bekommt.

FCN: Haarseim – Bregenhorn, Sabellek, Mors (71. Humenscheimer), von der Ley, Seidel, Dupke (78. Hensler), Siemerling (59. Venneker), Mrowiec, Plechaty, Seifert

Tore: 1:0 Seidel (36.), 2:0 Mors (38.), 3:0 Dupke (72./Elfmeter)

Gelb-Rot: Dennis Meyer (33./wiederholtes Foulspiel)

Rot: Michael Dschaak (69./Tätlichkeit)

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel