Ein Spieler des SV Südkirchen musste am Wochenende ins Krankenhaus. © Nico Ebmeier
Fußball

Kopfverletzung mit Folgen: Spieler des SV Südkirchen muss mit Krankenwagen abgeholt werden

Zwar gewinnt der SV Südkirchen sein Ligaspiel am Wochenende, allerdings bangt der B-Ligist um einen seiner Spieler. Der muss mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Mit dem Ausgang des Spiels war der SV Südkirchen zufrieden. Mit 5:0 setzte sich der Fußball-B-Ligist gegen Polonia Münster durch und fuhr drei wertvolle Punkte ein, um den Rivalen in der Tabelle nicht enteilen zu lassen. Den Erfolg aber erkaufte sich der SV aber teuer.

Denn im ohnehin verletzungsbedingt ausgedünnten Kader gab es einen weiteren Einschlag. „Ich kriege den Ball vom Torwart und will an der Außenlinie lang. Es ist ein normaler Körperkontakt mit dem Gegenspieler, aber ich falle so ungünstig, dass ich voll mit dem Hinterkopf aufschlage. Ich hatte sofort Kopfschmerzen wie Sau“, beschreibt Robin Schulz.

Robin Schulz hat Erinnerungslücken

Und es ist sogar noch schlimmer. Schulz berichtet über Erinnerungslücken: „Mir fehlen so 15 bis 20 Sekunden. Unser Torwart hat mir gesagt, ich soll ihn anschauen, aber offenbar habe ich in die entgegengesetzte Richtung geblickt.“

Sofort wird ein Krankenwagen gerufen, der Schulz ins Krankenhaus bringt. Dort wird die Diagnose gestellt: Schädelprellung. Der kurze Blackout lässt mit einem gequetschtem Nerv erklären, den Schulz beim Sturz erleidet. Zudem ist der Nacken, der sich beim Fallen stark anspannt, verhärtet. Glücklicherweise scheint die Wirbelsäule unversehrt zu sein. „Ich habe richtig, richtig Glück gehabt“, sagt Schulz.

Robin Schulz (r.) musste nach einem Zweikampf ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Robin Schulz (r.) musste nach einem Zweikampf ins Krankenhaus eingeliefert werden. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Nachdem die Untersuchung im Krankenhaus abgeschlossen ist, kehrt Schulz zum Platz des SV Südkirchen zurück und trifft dort einige Minuten nach dem Abpfiff ein. Was auf den ersten Blick verrückt klingen mag, ist es auf den zweiten gar nicht. Einerseits befinden sich noch Schulz‘ Sachen am Sportplatz, andererseits will er seinen Mitspielern signalisieren, dass seine Verletzung nicht so schlimm ist. „Ich musste ihnen sagen, dass alles gut gegangen ist, allein um die Situation zu beruhigen“, erklärt er.

„Von Samstag auf Sonntag hatte ich aber eine ganz kurze Nacht“, so Schulz weiter. „Ich hatte da extreme Kopfschmerzen und mir war schlecht.“ Das hat sich immerhin gebessert als „den Umständen entsprechend gut“, beschreibt der Südkirchener seinen Zustand. Die Ruhe am Sonntag habe ihm gutgetan, sodass Schulz schon Anfang der Woche wieder arbeiten geht.

Setzt sich die Erholung in diesem Maße fort, will Schulz schon wieder am nächsten Sonntag auf dem Rasen steht. „Ich denke, das wird möglich sein“, ist er optimistisch.

SV Südkirchen baut auf Heimstärke

Wichtig ist das auch wegen der Lage, in der sich seine Mannschaft befindet. „Wir haben ganz andere Ambitionen“, sagt Schulz. „Wir wollen nicht gegen den Abstieg spielen, aber müssen uns damit auseinandersetzen, auch wenn ich glaube, dass wir am Ende nichts damit zu tun haben werden.“

Warum das so eintreffen wird, weiß Schulz ebenfalls: Die Heimstärke soll dem SV Südkirchen die Saison retten: „Daheim macht uns keiner etwas vor, wir sind ein eingeschworener Haufen“, sagt Robin Schulz. Mit ein wenig Glück arbeitet er schon am kommenden Sonntag wieder am Heimnimbus mit, wenn der SC Gremmendorf an den Friedhofsweg kommt.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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