Fußball

Nach langer Krankenwagen-Unterbrechung: FC Nordkirchen stürzt Mengede 08/20 vom Thron

Es war ein einseitiges Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga 9. Der FC Nordkirchen schlug Mengede 08/20 klar mit 3:0 und erklimmt damit den Tabellengipfel. Große Freude kam beim FCN aber nicht auf.

Die Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga 9 hat gewechselt. Im Topspiel zwischen dem FC Nordkirchen und Mengede 08/20 spielt in der gesamten Partie nur der Gastgeber und gewinnt völlig verdient mit 3:0 (3:0). In der zweiten Halbzeit musste allerdings der Krankenwagen anrücken.

„Jungs, wir haben eine richtig gute Mannschaft mit 3:0 geschlagen. Freut euch doch wenigstens ein bisschen“, monierte Mario Plechaty, Trainer des FC Nordkirchen, nach dem Sieg seines Teams im Mannschaftskreis. Denn sowohl aufseiten der Gäste von Mengede 08/20 als auch beim FCN gab es nach dem Spitzenspiel trauriger Gesichter.

Bei den Dortmunder Gästen war der Grund klar, schließlich verloren die Gelb-Roten zuvor eindeutig das Spitzenspiel und ließen so gut wie alle wichtigen Tugenden vermissen. „Wir haben Nordkirchen beschenkt und sie haben das eiskalt ausgenutzt. Die Mannschaft hat heute einen rabenschwarzen Tag erwischt, kein Spieler hat das gezeigt, was er eigentlich kann“, erklärt Co-Trainer Christoph Schulz die Leistung seiner Jungs.

Denn gleich zwei Mal spielten die Mengeder einen viel zu kurzen Rückpass zu Schlussmann Nico Piskorz, den jeweils Marcel Stiepermann abfing und eiskalt zum 1:0 beziehungsweise 3:0 einnetzte. Auch das zweite Tor des Tages und die Vorentscheidung durch Simon Mors entstand aus einem Stellungsfehler der Gäste, die einen langen Abschlag vom Nordkirchener Torwart Jens Haarseim komplett falsch einschätzten und dem Flügelspieler den Weg zum 2:0 freimachten.

Aber auch bei den Gastgebern hielt sich die Glückseligkeit trotz des überragenden Topspiel-Siegs in Grenzen. „Man kann sich irgendwie gar nicht so richtig freuen. Auch wenn das hier heute ein super Spiel von uns war und wir vollkommen souverän gewonnen haben“, so FCN-Coach Plechaty.

Denn in der zweiten Halbzeit gab es mehrere Momente, die die Nordkirchener Stimmung nach unten zogen. Zunächst einmal war das die Chancenverwertung, die bis zum Kreispokal-Kracher am Donnerstag gegen Hiltrup dringend verbessert werden muss. Viel schlimmer wiegen aber der dicke Fuß von Marcel Stiepermann, „der heute sicher noch zwei oder drei mehr Treffer erzielt hätte“, so Plechaty und von Lars Rustige, dessen Verletzung sogar einen Krankenwagen-Einsatz zur Folge hatte.

Nach knapp 70 Minuten ging der Nordkirchener selbst hart in einen Zweikampf, sah danach auch verdient die Gelbe Karte, doch blieb mit lauten Schmerzensrufen auf dem Grün am Schloßpark liegen. Es war sogar so schlimm, dass Rustige nicht mal auf einem Bein vom Platz humpeln konnte und sich auf Knie runter robben musste. Schnell rief die Bank des neuen Tabellenführers den Krankenwagen und das Spiel war mindestens 20 Minuten unterbrochen.

FC Nordkirchen gegen Mengede 08/20 ist lang unterbrochen

„Da der Krankenwagen auf der Tartanbahn im Innenraum hält, kann ich das Spiel nicht wieder anpfeifen. Der Wagen muss den Platz erst wieder komplett verlassen haben“, erklärte Schiedsrichter Stefan Schönfelder den Mannschaften den Grund für die lange Unterbrechung.

Irgendwann ging es dennoch weiter und der FCN hätte wenigstens noch ein bisschen etwas für die Partystimmung machen können. Denn nach einem Foul von Konstantinos Tsalakopoulos im eigenen Strafraum hatte Joachim Mrowiec die große Chance auf 4:0, doch er schoss seinen Elfmeter einige Meter über den Mengeder Kasten.

FC Nordkirchen: Haarseim – Venneker (46. Seifert), Rustige (57. Hensler), Bregenhorn, Mors, von der Ley, Seidel (69. Wannigmann), Dupke, Siemerling, Stiepermann (43. Mrowiec), Plechaty.

Mengede 08/20: Piskorz – Dieckmann, Schulz, Hill, Schmidt (72. Galant), Tsalakopoulos, Künnemann (72. Behr), Gebauer, Diwisch, Vasiliou (62. Knafla), Lüder (72. Alabar).

Tore: 1:0 Stiepermann (1.), 2:0 Mors (25.), 3:0 Stiepermann (35.)

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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