Tobias Temmann (r.) und der FC Nordkirchen verloren gegen den TuS Hiltrup. © Ebmeier
Fußball

TuS Hiltrup eine Nummer zu groß: FC Nordkirchen scheidet verdient aus Kreispokal aus

Am Ende war der TuS Hiltrup als Westfalenligist eine Nummer zu groß für den FC Nordkirchen. Dennoch verkaufte sich der Bezirksligist trotz der Niederlage teuer.

Es waren zwei Tiefschläge zur passenden Zeit, die den FC Nordkirchen letztendlich aus dem Fußball-Kreispokal Münster kegelten. Gegen einen stark aufspielenden Westfalenligisten vom TuS Hiltrup verliert der Bezirksligist klar mit 3:5 (1:3) und kann sich nun auf die Liga konzentrieren.

„Da hat man dann eben doch mal den Klassenunterschied gesehen. Natürlich verlieren wir hier absolut verdient“, sagt ein trotz der Niederlage grinsender Joachim Mrowiec. Denn der Underdog machte trotz des hochklingenden Ergebnisses und eines zwischenzeitlichen 1:5-Rückstands ein gutes Spiel und hatte durchaus sogar Chancen, für die ganz große Überraschung zu sorgen.

FC Nordkirchen verliert mit 3:5 gegen TuS Hiltrup

Gerade in der ersten Halbzeit schwammen die zwei Ligen höher spielenden Hiltruper ordentlich. Nachdem eigentlich alles nach Plan lief, der Westfalenligist das Spiel bestimmte und durch einen Kopfball von Frederik Schulte nach fünf Minuten in Front ging, glich Nordkirchen plötzlich wie aus dem Nichts aus. Einen schönen Chipball von Luciano Sabellek, verarbeitete Roman Humenscheimer mustergültig und bediente Mrowiec, der nach 15 Minuten nur noch zum Ausgleich einschieben musste. Plötzlich war es ein anderes Spiel und der TuS hätte sich nicht beschweren können, wenn der FCN sogar in Führung gegangen wäre.

Doch das Gegenteil war der Fall. Torwart Yannick Barenberg, der genauso wie acht weitere Spieler im Vergleich zum Mengede-Sieg in die Startelf rückte, räumte im Strafraum Yakub Kilinc ab. Den fälligen Elfmeter versenkte Daniel Mladenovic sicher im linken Eck (25.). Wenige Minuten später erhöhte sogar noch Montasar Hammami, der einen Patzer von Barenberg eiskalt ausnutzte (43.). „Die beiden Tore waren total unglücklich und waren für uns dann am Ende tödlich“, so Trainer Mario Plechaty.

Joachim Mrowiec (r.) traf doppelt. © Ebmeier © Ebmeier

Trotzdem war Nordkirchen nach der Pause doch noch einmal drauf und dran, die Partie zu drehen. Alleine Roman Humenscheimer hatte zwei Riesen-Chancen, doch immer wieder klärte ein glänzend aufgelegter Hiltrup-Torwart Romain Böcker. „Ich glaube sicher, dass das Spiel hier nochmal richtig eng geworden wäre, wenn Roman da ein Tor schießt. Aber gut, das war dann vielleicht heute auch der Unterschied“, sagt Plechaty.

FC Nordkirchen startet fast noch Comeback

Denn der Favorit ließ selbst keine Chance liegen. Erst schlenzte Luca Marco de Angelis den Ball aus 25 Metern ins Tor von Marc Philipps, der mittlerweile den verletzten Yannick Barenberg im Kasten ersetzt hatte (58.). Dann tanzte er Philipps nach 76 Minuten zur Entscheidung aus.

„Die meisten Teams würden sich dann einfach aufgeben, doch wir haben uns noch einmal gewehrt. Das war echt stark“, lobt der Trainer sein Team, das in den Schlussminuten die Partie sogar fast noch einmal spannend macht. Fünf Minuten vor dem Abpfiff verwertete Lukas Mangels, einer von drei Spielern, die eigentlich in der Zweiten spielen, eine Flanke von Florian Siemerling zum 2:5, etwas später traf Mrowiec mit seinem zweiten Tor des Tages sogar zum 3:5. Doch dabei blieb es letztendlich.

„Ich nehme diese Niederlage komplett auf meine Kappe“, war Mario Plechaty nach dem Spiel selbstkritisch. „Ich habe einige Spieler geschont und nicht spielen lassen. Wir haben gesagt, dass für uns die Meisterschaft Priorität hat. Aber trotzdem war das eine unglaubliche Leistung des Teams.“

FC Nordkirchen: Barenberg (46. Philipps) – Sabellek, Mors (62. Mangels), Kilabaz, Seidel, Mrowiec, Humenscheimer, Hensler (54. Siemerling), Seifert, Wannigmann, Radke (46. Temmann).

Tore: 0:1 Schulte (5.), 1:1 Mrowiec (15.), 1:2 Mladenovic (25./FE), 1:3 Hammami (17.), 1:4 De Angelis (58.), 1:5 De Angelis (76.), 2:5 Mangels (85.), 3:5 Mrowiec (86.)

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier