Marian Tüns (l.) vom FC Nordkirchen wird ab kommender Saison für den SV Herbern versuchen Gegentore zu verhindern. © Sebastian Reith
Fußball

„Unmut“ beim Wechsel von Marian Tüns: „Kann die Entscheidung nicht verstehen“

Ab nächster Spielzeit kann Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen nicht mehr auf die Dienste von Marian Tüns zurückgreifen, weil der Spieler zum SV Herbern wechselt – es kommt zu Nebengeräuschen.

In diesem Sommer sind es fünfeinhalb Jahre, die Marian Tüns für den FC Nordkirchen in der Bezirksliga Fußball gespielt hat. Dass der 29-Jährige dem Verein in der kommenden Saison den Rücken kehrt, war nicht von vorneherein geplant und hat auch etwas mit einer Entscheidung seines Trainers zu tun.

Innenverteidiger verliert seinen Stammplatz

Eigentlich beginnt für Tüns die aktuelle Spielzeit wie die letzten Jahre auch: als Stammspieler. Nach dem 6:1-Sieg am dritten Spieltag gegen SuS Waltrop, bei dem der Innenverteidiger über 90. Minuten auf dem Platz steht, ändert sich dieser Umstand aber schlagartig. Denn bei den verbleibenden Spielen des FCN bis zur Saison-Unterbrechung findet sich der Routinier plötzlich auf der Ersatzbank wieder.

„Wenn man 6:1 gewinnt und ein gutes Spiel macht, kann ich die Entscheidung nicht verstehen, das ich danach aus der Startelf geflogen bin“, sagt Tüns. Sein Trainer Mario Plechaty begründet den Schritt mit einer Taktik-Umstellung. „Wir haben danach ein anderes System gespielt, in dem ich auch auf andere Spieler gesetzt habe“, erklärt Plechaty.

Mario Plechaty fehlte es bei seinem Innenverteidiger an Flexibilität.
Mario Plechaty fehlte es bei seinem Innenverteidiger an Flexibilität. © Timo Janisch © Timo Janisch

Spieler sucht das Gespräch mit dem Trainer des FC Nordkirchen

Für den Trainer des FC Nordkirchen ist dabei vor allem die Positionsgebundenheit des Spielers ein Problem. „Marian Tüns ist für mich ein reiner Innenverteidiger und auf der Position hat er bei uns einfach einen unglaublichen Konkurrenzkampf“, erklärt der Übungsleiter.

Weil Tüns in der Folge aber immer unzufriedener wird, sucht er das Gespräch mit seinem Trainer. „Ich habe meinen Unmut dann auch geäußert und er (Mario Plechaty, Anm. d. Red.) konnte das auch verstehen. Leider habe ich aber trotzdem nicht mehr Spielanteile bekommen“, sagt der 29-Jährige.

Daraufhin entscheidet sich Tüns für den Wechsel zum SV Herbern. „Wenn man immer beim Training ist, sich bemüht und Gas gibt, dann will man natürlich am Sonntag auch spielen“, so der Innenverteidiger.

Abgang zum SV Herbern für beide Seiten nicht leicht

Für Mario Plechaty ist der Abgang, auch wenn er dem Spieler zuletzt weniger Einsätze ermöglicht, trotzdem nicht leicht. „Er (Marian Tüns, Anm. d. Red.) ist ein super Typ, der immer da war, wenn man ihn auf dem Platz brauchte und man darf diese Corona-Saison auch nicht überbewerten, denn der hätte am Ende bestimmt seine 20 Spiele gemacht“, so Plechaty.

Auch der Verteidiger weiß abseits der Stammplatz-Diskussion nur Positives über seinen Noch-Verein zu erzählen. „Ich habe einen guten Draht zum Vorstand und anderen Leuten im Verein und wenn man so lange in einem Verein spielt, ist Wehmut natürlich dabei“, sagt Tüns.

Am Ende entscheidet für den Spieler aber die Leidenschaft am Fußballspielen. „Ich bin immer super mit Mario klar gekommen, aber man spielt Fußball, um auf dem Platz zu stehen“, so Marian Tüns.

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Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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Janis Czymoch

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