Riesenchance in der Nachspielzeit: Die Flaesheimer Lucas Mann und Kevin Schulz schaffen es nicht, den Ball über die Linie zu drücken. 96-Keeper Michael Strzys ist bereits geschlagen, Mladen Cirkovic steht auf der Linie. © Olaf Krimpmann
Fußball: Kreisliga A2

Ein Knaller zu Beginn, ein Knaller kurz vor Ende – FC96 schlägt Flaesheim

Das Top-Spiel der Kreisliga A2 im Hohenhorst begann mit einem Knaller nach ziemlich genau 80 Sekunden und fast wäre es auch noch in der Nachspielzeit mit einem Knalleffekt geendet.

Mit 1:0 setzte sich der FC 96 Recklinghausen im heimischen Stadion Hohenhorst gegen SuS Concordia Flaesheim durch – am Ende mit viel Dusel. Es lief bereits die Nachspielzeit, als es die Gäste endlich in den 96-Strafraum schafften.

Und wie: Keeper Michael Strzys lag bereits am Boden, die halbe Recklinghäuser Abwehr war ausgespielt, als der Ball Richtung Torlinie trudelte. Dort standen sich die Flaesheimer Kevin Schulz und Lucas Mann dann selbst im Weg: Wie man den Ball aus gefühlt 30 Zentimetern Torentfernung noch um einen Meter neben (!) das Tor schießen kann, ist normalerweise eine Sache für Kunstschützen, nicht für Kreisliga-A-Kicker. Flaesheims Künstlerpech war Recklinghäuser Glück: Der FC96 brachte das hauchdünne 1:0 über die Ziellinie und grüßt seit Sonntagabend von der Tabellenspitze.

Gleich der erste Angriff des Spiels hatte Wirkung gezeigt: Über die rechte Seite kam Bejan Ganiu gesprintet, sträflich vernachlässigt von Flaesheims Hintermannschaft, zog ab und knallte das Rund an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor flog – ein perfekter Schuss, gespielt waren gerade einmal 80 Sekunden. Das machte Lust auf mehr. Nur: Viel mehr kam nicht.

Rudelbildung bleibt ohne Folgen

In der Folgezeit taten sich beide Teams nicht viel. Flaesheim hatte gefühlt mehr Ballbesitz, aber da beide Mannschaften aufmerksam nach hinten arbeiteten, waren Strafraumszenen und klare Torabschlüsse Mangelware. Da musste schon die Nachspielzeit herhalten, um für einen Aufreger zu sorgen (siehe oben).

„Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel mit wenig Höhepunkten“, so Flaesheims Trainer Michael Onnebrink. „Ein kapitaler Bock hat das Spiel leider entschieden.“

96-Coach Mikola Makarchuk war naturgemäß deutlich zufriedener: „Flaesheim ist das stärkste, was die Liga zu bieten hat, die Mannschaft hat es uns schwer gemacht. Wir hatten nicht viele Chancen, der Gegner aber auch nicht. Die Jungs haben den Matchplan umgesetzt, das freut mich. Und was wichtig ist, sind die drei Punkte.“

Die Partie drohte Mitte der zweiten Halbzeit zu eskalieren, als es nach einem Foul an Thomas Fritzsche zu einer Rudelbildung kam. Recklinghausens Ivo Zlatic hatte Glück, dass Schiri Hans-Dieter Schnell die Situation auf besonnene Art löste, indem er den Tumult unaufgeregt beendete und alle Akteure eindringlich ermahnte, doch bitteschön wieder Fußball zu spielen. Die von Flaesheim geforderte Rote Karte für Zlatic – auch im Rudel einer der Aktivposten – blieb in der Gesäßtasche.

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Leiter Sportredaktion MHB
Sport ist Mord? Vielleicht. Garantiert ist Sport gesellig, spannend und spaßig - und damit berichtenswert. Wenn nicht gerade die Halbzeitwurst mit Senf lockt, geht’s vorzugsweise in Laufschuhen an die eigenen überzähligen Kalorien. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg - wie der Sport eben so ist.
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