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BVB will über Thüringen zum Final Four nach Stuttgart

BVB-Handball-Frauen

Im Viertelfinale des DHB-Pokals reisten die Handballerinnen von Borussia Dortmund am Sonntag nach Thüringen. Trotz Außenseiterrolle sieht sich der BVB nicht ohne Chance.

Dortmund

, 11.01.2019
BVB will über Thüringen zum Final Four nach Stuttgart

Svenja Huber, etatmäßige Rechtsaußen beim BVB, dürfte in Thüringen im Rückraum rechts zum Zuge kommen. © Peter Ludewig

Ein verweigerter Handschlag zwischen den Trainern, eine furiose Aufholjagd der Schwarzgelben und am Ende doch eine denkbar knappe 23:24-Niederlage gegen den Deutschen Meister: Als die Handballerinnen von Borussia Dortmund das letzte Mal beim Thüringer HC zu Gast waren, kochten die Emotionen hoch und teilweise sogar über. Und auch am Sonntag (15 Uhr) dürfte es wieder heiß hergehen, wenn beide Mannschaften in der Salza-Halle in Bad Langensalza um den Einzug ins Final Four des DHB-Pokals in Stuttgart kämpfen.

„Wenn man nur noch einen Sieg von der Finalrunde entfernt ist, tut man alles dafür, dieses Ziel auch zu erreichen“, sagt BVB-Trainer Gino Smits. Die Scharmützel mit Herbert Müller, die letztlich zum verweigerten Handschlag vonseiten des Thüringer Coaches nach dem Bundesliga-Spiel im November führten, sollen dabei aber keine Rolle mehr spielen.

Das sei für ihn heute kein Thema, sagt Smits. „Wir schauen auf uns, und wir wollen es noch besser machen als bei der knappen Niederlage damals.“ Heißt: die technischen Fehler reduzieren, intelligent das Angriffsspiel strukturieren. „Wir haben unsere Lehren aus dieser Partie gezogen“, so der Niederländer. Seine Spielerinnen jedenfalls seien „total fokussiert. Man sieht, dass sie unbedingt zum Final Four wollen.“

BVB geht als Außenseiter ins Viertelfinale

Dass die Dortmunderinnen gegen den in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagenen Deutschen Meister dennoch als Außenseiter in die Partie gehen, ist den Verantwortlichen bewusst. „Wir sind sicherlich nicht Favorit, aber das Spiel im November hat gezeigt, dass wir mithalten können“, sagt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand des BVB. „Unser Ziel ist das Final Four. Das ist unser Traum.“

Zwölf Spielerinnen werden sich am Sonntagmorgen auf den Weg nach Thüringen machen, um diesen zu verwirklichen. Weil neben den Langzeitverletzten auch Nachwuchstalent Leonie Kockel weiter ausfällt, dürfte die etatmäßige Rechtsaußen Svenja Huber auch gegen ihren früheren Klub (2013 bis 2016) wieder Spielzeit im rechten Rückraum erhalten. „Sie hat es in den vergangenen Spielen auf dieser Position sehr gut gemacht“, sagt Smits. „Ich hoffe natürlich, dass sie ihre Form auch im Pokal in Thüringen bestätigen kann.“

Huber mit mehr Einfluss aufs BVB-Spiel

Huber selbst fühlt sich eigenen Angaben zufolge „sehr wohl“ in dieser Rolle. Die 33 Jahre alte Kapitänen des BVB ist mehr in das Spiel integriert als auf Rechtsaußen und hat, auch dank ihrer hohen Spielintelligenz, einen wesentlich größeren Einfluss auf das Angriffsspiel ihrer Mannschaft. „Der Trainer lässt mir alle Freiheiten, was es mir natürlich auch leichter macht“, sagt Huber, die aber längst nicht alles perfekt sieht. „So muss ich torgefährlicher werden.“ Und das aus Sicht der Schwarzgelben am besten schon am Sonntag. Denn auch Thüringen ist hoch motiviert.

„Es ist unser erklärtes Ziel, das Final Four zu erreichen“, sagt THC-Trainer Müller, der seine Mannschaft aber auch warnt: „Im Bundesligaspiel hat Dortmund schon über 60 Minuten gefightet und ist am Ende nur mit einem Tor besiegt worden. Die sind bereit, ihre Chance zu nutzen.“ Fehlen wird dem THC Spielmacherin und Top-Torschützin Iveta Luzumov. Dafür kann der Deutsche Meister in Neuzugang Nina Müller und Rückkehrerin Kerstin Wohlbold auf zwei erfahrene Spielmacherinnen zurückgreifen.

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