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Saskia Weisheitel bringt dem BVB bei ihrer Rückkehr wichtige Impulse

BVB-Handball-Frauen

Fast dreieinhalb Monate hat Saskia Weisheitel dem BVB gefehlt. Gegen Bad Wildungen kehrte die 29-Jährige zurück – und brachte wichtige Impulse.

Dortmund

, 11.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Saskia Weisheitel bringt dem BVB bei ihrer Rückkehr wichtige Impulse

Saskia Weisheitel (l.) verleiht der BVB-Abwehr zusätzliche Stabilität. © Stephan Schütze

Eine knappe Viertelstunde musste Saskia Weisheitel warten, dann endlich ließ BVB-Trainer Gino Smits sie von der Leine. Der Niederländer hatte seine Mannschaft gerade zu einer Auszeit gebeten, als Weisheitels Leidenzeit nach ihrer fast dreineinhalb Monate währenden Verletzungspause ein Ende finden sollte. „Sie bringt eine gewisse Aggressivität und Tiefe in unser Abwehrspiel“, sagte Smits. „Und das haben wir in diesem Moment gebraucht.“

Die Gäste aus Bad Wildungen führten zu diesem frühen Zeitpunkt mit 6:3, und die Partie drohte den Schwarzgelben mehr und mehr aus den Händen zu gleiten. Weisheitel, die sich bereits seit zwei Wochen wieder im Training befindet, war die fehlende Spielpraxis am Samstagabend zunächst anzumerken. Die Vipers zogen auf 11:6 (24. Minute) davon, und in der Bleichsteinhalle in Herdecke machte sich langsam, aber sicher eine gewisse Unruhe bemerkbar.

„Für uns war es enorm wichtig, dass Bad Wildungen nicht noch weiter davon gezogen ist und wir selbst sogar mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind“, sagte Weisheitel später. Ende November hatte sie sich wegen anhaltender Probleme an der Achillesferse einer Operation unterzogen. Aber jetzt gehörte die 29 Jahre alte Kreisläuferin zu jenen Spielerinnen, die in dieser vielleicht entscheidenden Phase der Partie mit auf der Platte standen und das Spiel aus Sicht der Dortmunder wieder in die richtigen Bahnen lenkten.

Weisheitel trifft doppelt vor der Pause

Dem BVB gelang bis zur Pause ein 6:0-Lauf – auch dank Weisheitel, die sowohl offensiv wie auch defensiv im Innenbock immer wieder Akzente setzte. Ihre Bilanz im ersten Durchgang: zwei Tore, eine Verwarnung und mehr als 15 Minuten Spielzeit. Auch nach dem Wechsel sammelte sie ordentlich Einsatzzeit und holte sich noch eine Zwei-Minuten-Strafe ab. Am Ende gewann der BVB 22:20.

Sie habe eigentlich damit gerechnet, „pro Halbzeit vielleicht fünf Minuten zu spielen“, sagte Weisheitel und fügte mit einem Lachen an: „Es ist dann aber ein bisschen mehr geworden.“ Wenn auch zwischenzeitlich auf ungewohnter Position. „Wir haben teilweise mit ganz komischen Aufstellungen gespielt“, erklärte Smits – und meinte wohl auch Weisheitels vorübergehende Ausflüge auf die Linksaußenposition.

Smits lobt Weisheitels Defensiv-Qualitäten

Darauf angesprochen, entkam der 29-Jährigen, wie so oft an diesem Abend, ein erneutes Schmunzeln. „Linksaußen wird hoffentlich nicht meine Position“, meinte Weisheitel. „Aber zum Konterlaufen reicht’s.“ Und sogar zu Toren. Ihren ersten Treffer erzielte sie nach einem weiten Zuspiel von Spielmacherin Hannah Kriese im Eins-gegen-eins am Kreis. Tor Nummer zwei gelang per elegantem Heber nach einem schnellen Tempogegenstoß.

Gino Smits nahm die offensiven Abschlüsse wohlwollend zur Kenntnis, fand aber vor allem für Weisheitels Impulse in der Defensive lobende Worte. „Sie hat uns in ihrem ersten Spiel nach ihrer Verletzung besonders in der Abwehr sehr geholfen“, sagte der BVB-Trainer. Das soll die Kreisläuferin, die derzeit Gespräche mit dem Verein über eine mögliche Vertragsverlängerung führt, auch in den kommenden Wochen wiederholen. Und zwar nicht nur fünf Minuten pro Halbzeit, sondern aus Dortmunder Sicht gerne auch länger.

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