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BVB-Sportdirektor Zorc bemängelt „fehlende Anspannung“

Rückschlag im Titelkampf

Borussia Dortmund büßt nach dem unnötigen 3:3 gegen Hoffenheim im Titelkampf zwei Zähler Vorsprung ein. Doch das ist nicht die größte Sorge.

Dortmund

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min
BVB-Sportdirektor Zorc bemängelt „fehlende Anspannung“

Drei Mal verspielte der BVB eine Führung - das ärgert auch Sportdirektor Michael Zorc. © imago

Um zu verstehen, wie sich dieses 3:3 im schwarzgelben Umfeld anfühlte, dazu musste man am Samstagabend nur in die Dortmunder Gesichter schauen. Frust, Verärgerung, alles war dabei, als die Mannschaft enttäuscht in die Kabine schlich. Sebastian Kehl kleidete es auch noch in zutreffende Worte: „Diese Niederlage“, setzte er an, bevor er seinen Fauxpas bemerkte und sich schnell korrigierte, „also dieses Unentschieden, das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Schmerzhafte Zahlen

Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Tagen reichten der Borussia drei geschossene Treffer im eigenen Stadion nicht zum Sieg, das dritte Pflichtspiel nacheinander wurde nicht gewonnen, zählt man auch noch das 1:1 in Frankfurt hinzu. Drei Mal verspielte der BVB eine Führung. Ungewohnte, auch schmerzhafte Zahlen.

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Zwölf Minuten nur brauchte der Gast aus Hoffenheim, um aus einem scheinbar nicht mehr aufholbaren 0:3 ein 3:3 zu machen. Nach einer ersten Hälfte, in der Borussia Dortmund den Gegner nach Belieben beherrschte, wunderschöne Tore erzielte und die Fans so früh wie nie in einer Partie Meisterschafsgesänge anstimmten, hätte der Verlauf nach der Pause nicht gegensätzlicher sein können. Der BVB ließ einen Gegner ins Spiel zurück, der schon geschlagen schien. Und den entsetzten Fans blieben die Gesänge im Halse stecken.

Naives Verteidigungsverhalten

Fassungslosigkeit allerorten, auch bei den Spielern. „Das zu erklären, fällt schwer“, meinte Julian Weigl. Der Dortmunder Aushilfs-Innenverteidiger, mittlerweile im defensiven Zentrum eine zuverlässige Kraft, versuchte es aber zumindest: „Vor der Pause haben wir herausragend verteidigt.“ Nach der Halbzeit sei das nicht mehr gelungen. „Warum“, so Weigl ehrlich, weiß ich nicht.“

„Das zu erklären, fällt schwer.“
Julian Weigl

Die Spurensuche begann direkt nach dem Abpfiff. Manfred Stefes, mit Edin Terzic an der Seitenlinie für den erkrankten Lucien Favre zuständig, sprach von einem naiven Verteidigungsverhalten bei den Gegentoren, Kehl bemängelte: „Uns fehlte nach der Pause die Ruhe, um dieses Spiel nach Hause zu spielen.“

Sportdirektor Michael Zorc packte die Partie in das Gesamtpaket aus den drei zuletzt nicht gewonnenen Spielen. „Fehlende Anspannung und Konzentration in der Verteidigungsarbeit“ hatte er ausgemacht, ein schleichender Prozess, der vor allem dann in den Spielen gegen Bremen und Hoffenheim zu einem Verlauf mit ernüchternden Resultaten führte. Der Kräfteverschleiß nach 120 Pokalminuten und das Fehlen etablierter Kräfte wie Marco Reus oder Manuel Akanji kamen hinzu. Zorcs Fazit: „Zwei Mal drei Gegentore zu Hause, das darf uns dennoch nicht passieren.“

Sanchos bestes Spiel im BVB-Trikot

Vor allem Jadon Sanchos vielleicht bestes BVB-Spiel geriet angesichts der späten Wende komplett in den Hintergrund. Dortmunds Youngster war in der ersten Hälfte ein unlösbares Problem für die TSG, schoss das erste Tor und bereite das 2:0 vor. Auch Sancho aber stapfte mit betretener Miene in die Kabine.

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