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BVB-Trainer Lucien Favre poltert gegen Montagsspiele

„Das ist lächerlich“

Die Fans protestieren weiter gegen die Montagsspiele. Gegen Freiburg schweigt die Südtribüne im ersten Durchgang. Lucien Favre zeigt Verständnis - und spricht nach dem Spiel Klartext.

Dortmund

, 01.12.2018

Es war mal wieder still auf der Südtribüne - und es ging mal wieder um die Montagsspiele. Oder gegen sie. Die Fans schwiegen. Aus Protest gegen Fußball am Montag. Ein großes Banner wurde gehisst. „Ob in Liga 1, 2, 3 oder 4 - Vereine, Ihr habt es selbst in der Hand - Montagsspiele abschaffen!“ So stand es dort geschrieben, hinter dem Tor, wo die stehen, die immer da sind und eigentlich immer singen. Erst in der zweiten Hälfte erwachte der zwölfte Mann.

„Ich verstehe die Leute“

Lucien Favre zeigte nach dem 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg Verständnis für den Protest der Fans. „Ich verstehe die Leute, die gegen Montagsspiele protestieren“, sagte der BVB-Trainer. Zwar bedauere er den Protest für seine Mannschaft, „weil die Fans uns viel geben, wenn sie da sind und wenn sie laut sind - wir haben das gern und wir brauchen das auch.“ Trotzdem habe er Verständnis, meinte der Schweizer und wurde anschließend ungewohnt deutlich: „Ich würde selbst ja auch alle Montagsspiele total verbieten.“ Das sei schon länger so, nicht erst seit dieser Saison. „Ich würde das total verbieten. Es ist lächerlich!“

BVB-Trainer Lucien Favre poltert gegen Montagsspiele

Klare Meinung der BVB-Fans auf der Südtribüne. © dpa

Der Protest der Fans fand nicht nur in Dortmund statt, sondern zog sich bundesweit durch die obersten Ligen im deutschen Fußball. Zwar hat die Deutsche Fußball Liga inzwischen angekündigt, ab der Saison 2021/2022, wenn die neue TV-Rechteperiode beginnt, keine Montagsspiele in der Bundesliga mehr anzusetzen, aber in Liga zwei, drei und vier sind Montagsspiele weiterhin vorgesehen. Der Protest der Fans geht daher weiter - und hat in Lucien Favre seit Samstag einen prominenten Fürsprecher.

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