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Ein Schalker wurde zum Borussen montiert

Skurrile Werbeanzeige

Dass die Sparda-Bank West im Vereinsmagazin von Borussia Dortmund für ein Sparkonto wirbt, ist nichts Ungewöhnliches. Doch über das neueste Anzeigenmotiv können die BVB-Anhänger überhaupt nicht lachen.

DORTMUND

von Von Christian Rothenberg

, 27.10.2011 / Lesedauer: 3 min
Ein Schalker wurde zum Borussen montiert

DIe Anzeige, die für viel Gesprächsstoff sorgt.

So montierten die Grafiker bei der Bildbearbeitung dem Mann zwar ein BVB-Logo auf die Jacke, färbten das Megaphon in seinen Händen gelb ein – den Aufkleber mit „Ultras Gelsenkirchen“ übersahen sie jedoch. Das Ergebnis: Mit Bildern aus der Fankurve des Erzrivalen wirbt die Bank für ein Sparkonto, das Extrazinsen für jedes BVB-Tor verspricht. Ein PR-Gag? Oder ein Grafiker, der den BVB-Fans eins auswischen wollte? „Das ist ausgeschlossen“, sagt Ulrike Hüneburg, Sprecherin der Sparda-Bank West. „Das haben wir überprüft.“ Der Fehler sei der Agentur unterlaufen, die für das Layout der Anzeige verantwortlich war. Die Frau, die mit der Gestaltung vertraut war, habe nichts mit Fußball zu tun. Dass das Motiv aus dem Umfeld von Schalke 04 stamme, sei nicht bekannt gewesen.

In BVB-Fanforen im Internet schaukelten sich die Gemüter jedenfalls schnell hoch. „Peinlich“, „unentschuldbar“, „lächerlich“– so lauten die Reaktionen. „Für manche Dinge gibt es keine Entschuldigung. Das hat doch jemand bewusst gemacht“ entrüsteten sich die Fans. Andere rufen zum Boykott der Bank auf. Genüsslich wird der Fauxpas dagegen einige Kilometer westlich von Dortmund aufgenommen. „Ihr seid immer wieder eine wunderbare Unterhaltung ihr Doofmunder“, spottet ein Schalker-Fan bei Facebook. „Natürlich musste ich lachen“, sagt auch der Schalker Fanbeauftragte Frank Arndt. „Wie blöd kann man eigentlich sein? Das ist doch wie ein schlechter Film.“

Ärgerlich findet „diese blöde Geschichte“ BVB-Marketing-Direktor Carsten Cramer. Es sei schade, dass es gerade der Sparda-Bank passiert sei. „Einem verdienten Partner“, der sonst immer sehr sensibel umgehe mit allem, was den Verein betrifft. Die Bank hat inzwischen reagiert. Das Anzeigenmotiv soll nicht mehr eingesetzt werden. Bei Facebook bittet man höflich um Entschuldigung und verspricht, „zukünftig unsere Bildauswahl noch genauer und sorgfältiger zu überprüfen.“ Laut Hüneburg sei man mit dem Verein im Gespräch, was man noch machen könnte. Zur Wiedergutmachung.

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