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Selten hat der BVB ein Derby so dominiert

Schwarzgelbe Reifeprüfung

Wie wenig Aussagekraft Statistiken bisweilen haben, zeigte eine aus der Halbzeit des 136. Revierderbys am Sonntag. Satte 60 Prozent Ballbesitz wurden dort dem FC Schalke 04 zugewiesen – das passte so gar nicht zu dem, was die 61.000 Zuschauer in der Veltins-Arena in den 45 Minuten zuvor gesehen hatten.

GELSENKIRCHEN

von Von Dirk Krampe

, 19.09.2010 / Lesedauer: 2 min
Selten hat der BVB ein Derby so dominiert

Schwarzgelbe Jubeltraube nach dem 1:0.

Ganz anders der BVB, der die Belastung beim emotionalen Europapokal-Auftritt in Lviv scheinbar mühelos wegsteckte. Es war eine Demonstration von Selbstbewusstsein und Stärke in Schwarzgelb. Und hier immerhin stimmte die Statistik: 12:2 Torschüsse für die Gäste – selten zuvor war der BVB in der Veltins-Arena in einer Spielhälfte so dominant aufgetreten. Auf den Rängen sorgte dies für große Ernüchterung. Und so fiel es kaum ins Gewicht, dass im Gäste-Block, wo sich wie erwartet große Lücken auftaten, Derby-Stimmung zunächst kaum aufkommen wollte. Das änderte sich freilich mit dem 1:0 von Kagawa.

Schon auf den Autobahnen Richtung Gelsenkirchen kündeten an Brücken befestigte große Spruchbänder („Runter mit den Preisen“) vom Fan-Protest gegen die Überteuerung der Eintrittspreise in den Bundesliga-Stadien. 1600 Karten hatte der BVB an Schalke zurückgeschickt. An Unterstützung mangelte es dem BVB auf Schalke dennoch nicht. Nach dem 3:0 durften die, die gekommen waren, den ersten Derbysieg seit Mai 2007 feiern Und hatten auch auf den Rängen die Oberhand gewonnen. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte derweil ein Versprechen eingelöst. Er werde eine Mannschaft zusammenstellen, die auf Schalke gewinne, hatte Klopp gesagt. Worte aus dem Februar. Damals hatte Schalke den BVB noch mit 2:1 bezwungen.

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