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So können BVB-Fans ihre Tickets legal (ver)kaufen

Neue Ticket-Zweitmarkt-Plattform

Mit einer eigenen Plattform für die Ticketweitergabe will Borussia Dortmund den blühenden Schwarzmarkt mit BVB-Tickets bekämpfen. Fans können so Dauer- und Tageskarten für BVB-Heimspiele, die sie selbst nicht in Anspruch nehmen können, legal weiterverkaufen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Zweitmarkt.

DORTMUND

, 03.04.2017 / Lesedauer: 3 min
So können BVB-Fans ihre Tickets legal (ver)kaufen

Über die vom BVB gestartete Ticket-Zweitmarktbörse können BVB-Fans Karten legal weiterverkaufen.

Wie funktioniert die Plattform?

Der Zweitmarkt ist in den Ticket-Onlineshop von Borussia Dortmund eingebunden. Wer seine Karte weiterverkaufen möchte, stellt diese bis zwei Tage vor Spielbeginn als Angebot über den Shop ein. Der Karteninhaber muss sein Einzelticket oder die Dauerkarte dafür nicht aus der Hand geben. Die Tickets werden elektronisch gesperrt und neu freigegeben.

 

Wie genau kann ich eine Karte weitergeben?

Voraussetzung ist, dass das Ticket mit den Kundendaten bei Borussia Dortmund erworben wurde, über den Ticketonlineshop, das Callcenter oder BVB-eigene Vorverkaufsstellen. Der Karteninhaber meldet sich im BVB-Ticketshop mit seinen Zugangsdaten an. Wenn der Zweitmarkt freigegeben ist, kann das Ticket angeboten werden.

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Wer bestimmt die Preise?

Es gilt immer: der jeweilige Tageskartenpreis plus eine Servicegebühr von 10 Prozent. „Diese Preise sind nicht veränderbar“, sagt Matthias Naversnik, Leiter der BVB-Ticketabteilung. Dem Dauerkarteninhaber wird innerhalb von zwei Wochen der anteiligen Dauerkartenpreis pro Spiel erstattet. Bei Tageskarten wird der reine Tageskartenpreis erstattet.

 

Wann kann ich das Ticket anbieten?

Vorgesehen ist, dass der Zweitmarkt geöffnet wird, wenn nur noch wenige hundert Karten verfügbar seien. Das sei erfahrungsgemäß meist zwei, drei Tage nach dem offiziellen Verkaufsstart, sagt Matthias Naversnik.

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Wie lange hat der BVB an der Zweitmarkt-Plattform gearbeitet?

Ende 2014 hat die DFL Fairplay-Regeln und die Einführung eines offiziellen Ticket-Zweitmarktes verabschiedet, auf Wunsch der 36 Profiklubs der 1. und 2. Liga. 2015 haben die Gespräche der Bundesligisten mit Dienstleistern begonnen. Der BVB hat die BVB-Fan- und Förderabteilung beratend mit einbezogen und den Anbietermarkt sondiert, teilt Naversnik mit. 2016 wurde die Zweitmarktplattform in Auftrag gegeben.

 

Gab es Vorbilder bei anderen Bundesligisten?

Bayer Leverkusen ist einer der ersten Bundesligisten, der eine Lösung in nur einem Ticketshop für seine Fans geschaffen hat.

Der Zweitmarkt ist ein Mittel, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen. Wie viele Karten werden bei jedem Heimspiel illegal weiterverkauft?

„Es ist davon auszugehen, dass zwischen ein und drei Prozent der Tickets pro Heimspiel weiterverkauft werden“, sagt Naversnik. Er warnt vor dem Erwerb von Karten über nicht autorisierte Anbieter. Es könne sein, dass es sich um eine Kopie handele, das Tickets nicht bezahlt wurden oder es vom BVB gesperrt wurde und so nicht nutzbar sei.

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Wie viele Karten pro Heimspiel lässt der BVB sperren?

Naversnik: „Es werden an jedem Spieltag Verdachtssperrungen im unteren dreistelligen Bereich durchgeführt. Neben der Eigenrecherche geht der BVB Hinweisen von Fans nach und führt Verdachtssperrungen durch.“

 

Geht der BVB weiterhin gegen den Schwarzmarkt vor?

Der BVB will weiter gegen sämtliche unautorisierten Zweitmarktplattformen, zum Beispiel Ebay und Viagogo, vorgehen und identifizierte Verstöße abmahnen, sagt Naversnik. Und weiter: „Das konsequente Vorgehen hat in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der Ticketangebote auf den unautorisierten Zweitmarkplattformen von bis zu 20 Prozent geführt."

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