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Brünninghausen und Hombruch planen Fusion

Fußball

Aus jahrzehntelanger nachbarschaftlicher Rivalität soll ein freundschaftlich-kollegiales Miteinander werden: So stellen sich die Führungsetagen des FC Brünninghausen und des Hombrucher SV die Zukunft vor. Der aufstrebende Oberligist und der traditionsreiche Landesliga-Klub planen für die Saison 2018/19 eine Fusion – in einer Dimension, wie sie Dortmunds Amateurfußball noch nicht erlebt hat.

von Udo Stark

DORTMUND

, 08.03.2017

„Wir haben überaus positive Gespräche geführt und dabei gemerkt, dass wir in vielen Punkten auf derselben Wellenlänge funken“, berichtet HSV-Chef Thomas Richarz. In einer gemeinsamen Erklärung konkretisierten die Vorstände nun ihr Vorhaben. Demnach streben sie nicht den schnellen Erfolg an, schon gar nicht um jeden Preis. Vielmehr gehe es allen Beteiligten um eine gesunde, kontinuierliche Entwicklung mit Langzeitwirkung.

Jugendleistungszentrum

Schritt für Schritt soll es auf möglichst hohem Niveau vorangehen. Und die Basis all dessen soll die Nachwuchsarbeit bilden – jener Bereich, in dem die Hombrucher Herausragendes geleistet haben, mit dem Bundesliga-Aufstieg der U 17 als vorläufigem Höhepunkt, der aber auch in Brünninghausen einen immer größeren Stellenwert genießt.

Dafür müssen die Strukturen weiter verbessert werden. Fest ins Auge gefasstes Projekt ist der Bau eines Jugendleistungszentrums. „Wir wollen in einem absehbaren Zeitpunkt mit allen Nachwuchsteams in den höchsten Ligen vertreten sein und die Jungs vor allem für den eigenen Bedarf ausbilden“, sagt Brünninghausens Vorsitzender Volker Brehm, der freilich weiß, dass auch die erste Mannschaft hoch spielen muss, um die eigenen Talente halten zu können. Klaus-Dieter Friers, Geschäftsführer Seniorenfußball beim FCB, wird deutlich: „Es ist unser Ziel, innerhalb der nächsten fünf Jahre den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen.“

"Ganz anderes Potenzial"

Klar ist allen, dass man auch den Bereich Organisation und Mitarbeit perfektionieren muss. Gerade die aktuelle personelle Situation innerhalb beider Vereine habe bei dem Gedanken an eine Fusion eine große Rolle gespielt. „Jeder für sich“, so Brehm, „würde mit der aktuell vorhandenen Zahl an Helfern den immens hohen Aufwand auf diesem Niveau langfristig kaum noch bewältigen können. Zusammen aber ergibt sich da ein ganz anderes Potenzial.“ 

Zunächst werden zeitnah in verschiedenen Arbeitsgruppen (Senioren, Jugend, Infrastruktur, Satzungsrecht) Konzepte entwickelt, um dann den Mitgliedern ein schlüssiges Papier vorlegen zu können. Unterstützung für ihren Plan erhalten sie von prominenter Stelle. „Es wäre schön, wenn sich nach dem BVB, unserem einzigen Aushängeschild, eine zweite Kraft entwickeln würde“, sagt Kreisvorsitzender und HSV-Mitglied Jürgen Grondziewski, „und wenn ich sehe, wie diese beiden Vereine aufgestellt sind, dann kann es nur nach vorne gehen.“ 

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