Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Etappenziel erreicht: EHC feiert West-Meisterschaft

Eishockey-Oberliga

Um 22.08 Uhr war es am Freitagabend amtlich. Durch den 8:1 (2:0, 6:1, 0:0)-Heimsieg gegen den Neusser EV sicherte sich Tabellenführer EHC Dortmund vorzeitig den Meistertitel in der Oberliga-West.

DORTMUND

von Von Jürgen Schwabe

, 18.02.2011
Etappenziel erreicht: EHC feiert West-Meisterschaft

Das EHC-Meisterteam: (Oben) Schembri, Chr. Ziolkowski, Martin, Preibisch, Thau, Bobon, Schürmann, Breiter, Mittlere Reihe: Henk, Th. Ziolkowski, Neumann, Höveler, Kirschbauer, Eickmann, Hensel , Lavallee. Untere Reihe: Wendler, Schweiger, Hördler, Ackers, Kreuzmann, Sondermann, Kremer. Links: Trainer Frank Gentges, Dr. Björn Schmitz (Mannschaftsarzt), Christina Stracke (Physiotherapeutin), Jaroslaw Ciesielkski , Stephan Rutscher (Betreuer). Rechts: Dr. med. Günter Kuboth (Präsident und Geschäftsführer), Klaus Picker (Pressesprecher), Fabian Kuboth (Marketing), Gerd Alda (Vize-Präsident), Andreas Bobon (Finanzen). Es fehlt: Dieter Orendorz.

Dies ist der vorläufige Höhepunkt einer außergewöhnlichen Oberliga-Saison. Gestartet mit Hindernissen steckte die Mannschaft von Trainer Frank Gentges viele Rückschläge weg und wuchs immer wieder über sich hinaus. Die Handschrift des Trainers prägte die erfolgreiche Spielzeit. Als jüngste Mannschaft in der Gruppe West – mit einem Durchschnitt von gut 20 Jahren – galt es, sich gegen die haushohen Favoriten aus Essen, Bad Nauheim und Duisburg zu behaupten.

Der Start war sportlich mit einem 3:1-Heimsieg gegen den Herner EV positiv, allerdings war es auch der Auftakt für eine lange Verletztenmisere. Bereits in der Vorbereitung verletzte sich Damian Martin, Im Auftaktspiel erwischte es Felix Schürmann. Beide sollten mit Schulter-Verletzungen lange ausfallen. Zudem war der finanzielle Rahmen erneut eng gesteckt. Zum Glück konnte sich der EHC auf die Arbeit von Frank Gentges verlassen. Der Trainer und Sportliche Leiter schaffte es immer wieder, die Mannschaft bis an die Grenzen zu bringen und phasenweise überdurchschnittliche Leistungen aus dieser Truppe abzurufen. Zeitweise musste der Coach mit nur zwei Reihen auskommen. Die Truppe lebte vom Kampf gegen die deutlich besser besetzten Favoriten.

„Die Favoriten verpflichten neue Spieler, wir müssen mit noch mehr Arbeit die Ausfälle wegstecken,“ lautete lange das Motto des Trainers. Doch der von vielen erwartete Einbruch blieb aus. Im Gegenteil: Die Mannschaft bot immer dann Überdurchschnittliches, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stand. Dies zeigt die beeindruckende Bilanz von nur drei Spielen ohne zählbaren Erfolg – drei Spiele wurden erst in der Overtime verloren. Aus den bisherigen 38 Spielen holte die Truppe 96 Punkte. Ausgerechnet gegen den Favoriten Bad Nauheim wurde am vergangenen Wochenende mit dem 5:4-Sieg der Grundstein für den vorzeitigen Titelgewinn gelegt. Das Etappenziel ist erreicht, auch wenn es so souverän nicht erwartet wurde.

Anfang März geht es dann weiter gegen die besten Teams aus dem Osten und Norden. Mit der mitreißenden Leistung dieser Runde dürfte sich auch dann der Erfolg einstellen. Fest steht: Eishockey in Dortmund ist wieder auf dem besten Wege, eine feste Hausnummer zu werden.

Lesen Sie jetzt