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Rode und Boadu patzen: BVB II unterliegt Tabellenführer Viktoria Köln

Fußball-Regionalliga

Vorweihnachtliche Bescherung in Köln: Der BVB II verliert beim Tabellenführer Viktoria Köln mit 1:3 (1:2) und verteilt dabei großzügig Geschenke. Dabei hatte der BVB einen guten Plan.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 01.12.2018
Rode und Boadu patzen: BVB II unterliegt Tabellenführer Viktoria Köln

Nicht zu fassen: Sebastian Rode beim Spiel in Köln. © Dortmunder Sportfotografie / Schulze

„Unfassbar enttäuscht“ sei er, bekannte Dortmunds Fußballlehrer Jan Siewert nach dem Abpfiff. „Eigentlich ist unser Plan voll aufgegangen.“ Hätten sich nicht zwei gravierende individuelle Fehler eingeschlichen. Bei Tabellenführer Viktoria Köln unterlag die U23 des BVB deshalb mit 1:3 (1:2). Die Spitzenposition rückt in weite Ferne.

„Wir hatten alles im Griff“

Dortmunds Belegschaft, von Siewert diesmal im noch nicht allzu oft erprobten 3-5-2-System aufgeboten, startete gut. „Wir wurden hervorragend eingestellt, hatten alles im Griff“, bilanzierte Kapitän Massimo Ornatelli. Julian Schwermann, Denzeil Boadu sowie Amos Pieper bildeten die spielstarke, letzte Verteidigungsreihe; Herbert Bockhorn und Sören Dieckmann bearbeiteten die Außenbahnen. Und das Mittelfeld-Triple dazwischen, bestehend aus Ornatelli und den Profis Dzenis Burnic und Sebastian Rode, verdichtete effektiv die Mitte. Ornatelli befand: „Viktoria hatte große Probleme.“

Im Gegensatz zum BVB, dem angetrieben vom quirlig-flinken Joseph Boyamba die Führung gelang: Der Angreifer legte quer auf den vorgestoßenen Bockhorn, dessen Flachschuss links unten einschlug (25.). Und fast wäre Siewerts Auserwählten sieben Minuten später der zweite Treffer gelungen. Diese „tausendprozentige Möglichkeit“ (Ornatelli) vergab Rode indes aus nächster Tornähe. „Hätten wir da erhöht, wäre das Spiel ganz anders verlaufen“, sinnierte Siewert.

Zwei kapitale Fehler

Stattdessen zerstörte der BVB seine engagierte Vorarbeit mit zwei kapitalen Patzern: Erst lief der ingesamt unglücklich agierende Rode im Strafraum in die Hacken von Felix Backszat - den Foulelfmeter trat der gefoulte höchstselbst (34.). Und wenig später verlor Denzeil Boadu den Ball kurz vor dem eigenen Tor an Backszat. Dieses „zweite Geschenk“, wie es Ornatelli formulierte, nahm Kölns herausragender Akteur ebenfalls an (39.).

„Wir waren zu grün“, haderte Siewert. Nur noch einen Distanzschuss von Bockhorn, den Patzler parierte, ließen die Kölner zu (57.). Die restlichen Versuche der bemühten BVB-Vertretung blieben zu vage. Anders der Gastgeber, der dank Albert Bunjaku in der 71. Minute erhöhte. Das Spiel war entschieden – und die Viktoria obenauf.

Elf Punkte Rückstand auf Köln

Ihren ohnehin üppigen Vorsprung konnten die Kölner damit ausbauen, haben nun acht Punkte mehr als der Zweite RW Oberhausen und elf mehr als der BVB. „Meine Mannschaft werde ich erstmal aufbauen müssen“, sagte Siewert. Und Ornatelli kommentierte ehrlich: „Über den Aufstieg brauchen wir überhaupt nicht zu sprechen.“

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