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Von der Wüste auf den Everest

Extremsport

Der Dortmunder Extremläufer Michele Ufer war einer von 105 Teilnehmern des höchst gelegenen Marathons der Welt. Dafür bereitete er sich schon im März bei einem Lauf durch die Atacama-Wüste in Chile vor.

DORTMUND

von Von Jan Zellin

, 15.06.2011
Von der Wüste auf den Everest

Michele Ufer mit Nepals Fahne auf dem Dach der Welt.

Auf eine ganz besondere Grenzbelastung ließ sich der Dortmunder Extrem-Läufer Michele Ufer Ende letzten Monats ein. Auf einer Höhe von 5356 Metern startete er als einer von insgesamt 105 Läufern beim höchst gelegenen Marathon der Welt am Mount Everest.

Bereits im März diesen Jahres sorgte Ufer in der gesamten Ultralauf-Szene für große Verwunderung. Als siebter der Gesamtwertung hatte er beim ersten Laufwettkampf seines Lebens in sechs Tagen die über 250 Kilometer der Atacama-Wüste in Chile durchquert. Tief beeindruckt von dieser Leistung zeigte sich daraufhin auch der Veranstalter des Mount Everest- Marathons und lud den Dortmunder zur Teilnahme ein. So begab sich Ufer Mitte letzten Monats auf ein für ihn „atemberaubend schönes Erlebnis.“ Obwohl der Startschuss zum Marathon erst am 29. Mai fiel, mussten die Teilnehmer sich bereits zehn Tage zuvor im Himalaya einfinden. Um sich an die Höhe zu gewöhnen, galt es für die Läufer bereits in den Tagen vor dem Lauf insgesamt 85 Kilometer zu Fuß und auf unwegsamen Pfaden bis zum Basislager zurückzulegen.

Wie Ufer berichtete war diese langsame Gewöhnung an die ungewohnten klimatischen Bedingungen auch unbedingt notwendig, denn viele Athleten hatten mit Fieber, Durchfall und weiteren Symptomen der Höhenkrankheit zu kämpfen. Auch der Dortmunder Ultra-Läufer wusste von seiner nicht ganz einfachen Anpassung an die Höhe zu berichten. So bekam er zu Beginn seines Aufenthalts bereits beim Zubinden der Schuhe Atemnot und Schwindelgefühle.

Doch das Rennen selbst lief super für ihn. Gut akklimatisiert war er in den Tagen zuvor sogar alleine zu einer auf über 5500 Metern gelegenen Aussichtsplattform hinaufgestiegen. In einem Lauf, den selbst die erfahrensten Teilnehmer als den für sie härtesten Marathon bezeichneten, erreichte er dann als bester Deutscher und mit einem neunten Platz in der internationalen Wertung das Ziel. Bis zum Ziel schaffte es auch eine Dame, die eigentlich nur ihren Mann unterstützen wollte. Sie entschloss sich erst im Basislager selbst ihren ersten Halbmarathon in Angriff zu nehmen. Und auch die Begleitung durch die laut Ufer „atemberaubenden Sherpas“, die Lebensmittel und andere Ausrüstungsgegenstände zu Fuß mit auf den Berg brachten, beeindruckten ihn. Diese und viele weitere interkulturelle Erlebnisse, die er während der Zeit am Dach der Welt erfahren durfte, werden ihm mit Sicherheit noch sehr lange in Erinnerung bleiben.

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