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Leitwolf gesucht: Wer führt Schalke aus dem Tief?

Heldt bleibt gelassen

Die Forderung ist klar und deutlich formuliert: "Wir müssen wieder als Mannschaft funktionieren", betont Jens Keller vor dem Heimspiel am Samstag gegen 1899 Hoffenheim. Damit das klappt, hat der Schalker-Trainer in dieser Woche viele Einzelgespräche mit seinen Spielern geführt.

GELSENKIRCHEN

von Frank Leszinski

, 07.03.2014
Leitwolf gesucht: Wer führt Schalke aus dem Tief?

Kevin-Prince Boateng (l.) und Klaas-Jan Huntelaar gehören zu den erfahrenen Spielern im Schalker Kader.

Besonders viel Zeit hat sich Keller für die jüngeren Kicker in seinem Team genommen, die nach den Klatschen gegen Real Madrid und Bayern München besonderen Zuspruch bedurften. Ob die klaren Niederlagen gegen zwei der weltbesten Mannschaften nur ein kurzes Leistungstief darstellen oder Schalke aus der Spur zu fallen droht, wird sich gegen die Kraichgauer erweisen.

Die letzten beiden ernüchternden Auftritte haben bei vielen Fans erst einmal eine Führungsspieler-Diskussion ausgelöst. Denn zuletzt war kein "Leitwolf" in der Schalker Mannschaft auf dem Platz zu erkennen, der durch Körpersprache und Zweikampfverhalten Zeichen setzte. Besondere Erwartungen werden gerichtet an Benedikt Höwedes.

Das Spiel des Mannschaftskapitäns leidet etwas darunter, dass er aufgrund der langen Verletztenliste zuletzt meistens als Rechtsverteidiger aushelfen musste. Wegen des Ausfalls des gesperrten Papadopoulos dürfte der Nationalspieler gegen Hoffenheim in die Innenverteidigung zurückkehren. Vielleicht tut das seinem Spiel gut. "Wir werden eine deutliche Reaktion zeigen", verspricht der Kapitän.

Das erwarten die Schalker-Fans auch von Kevin-Prince Boateng, der gegen Madrid und München komplett untertauchte. Der 26-Jährige hat im Laufe der Saison seine Führungsqualitäten zwar schon bewiesen, aber bei ihm fehlt es an konstanten Leistungen.Das gilt auch für Klaas-Jan Huntelaar. Allerdings muss man dem Mittelstürmer zugutehalten, dass er nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause noch etwas Zeit benötigt, bis er sein früheres Leistungslevel erreicht hat. Dass dieses erfahrene Trio besonders in die Pflicht zu nehmen ist, will Schalke-Manager Horst Heldt so nicht stehen lassen.

"Wenn die Achse Höwedes, Boateng und Huntelaar funktioniert, heißt das noch nicht, dass dann unsere Ergebnisse stimmen werden. Auch die jüngeren Spieler sind Woche für Woche gefordert, ihre Leistungen zu bringen", betont der 44-Jährige. Heldt plädiert dafür, die Ruhe zu bewahren, was auf Schalke bekanntlich nicht so einfach ist. "Ich bin weit davon entfernt, nach zwei bitteren Niederlagen alles infrage zu stellen. Unsere Ziele sind in Reichweite. Ich gehe ohnehin davon dass, dass es im Kampf um die Champions-League-Plätze bis zum Schluss spannend bleibt."

Beim Blick in die Zukunft betont der Schalke-Manager: "Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit großartiger Perspektive." Gegen Hoffenheim ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sieben Spieler (Fährmann, Hoogland, Matip, Höwedes, Kolasinac, Meyer und Draxler) in der Startelf stehen werden, die bei den Königsblauen ausgebildet wurden. Auch deshalb sieht Heldt keinen Grund, in Pessimismus zu verfallen.  

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