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Schalke-Trainer Domenico Tedesco: „Modeste hat das richtige Näschen“

Schalke 04

Nach dem Training am Freitag stand Schalke-Trainer Domenico Tedesco einigen Journalisten Rede und Antwort. Dabei sprach der 33-Jährige auch über den vertragslosen Stürmer Anthony Modeste.

Gelsenkirchen

, 16.11.2018
Schalke-Trainer Domenico Tedesco: „Modeste hat das richtige Näschen“

Trotz einer bisher enttäuschenden Bundesligasaison blickt Schalke-Trainer Domenico Tedesco optimistisch in die Zukunft. © dpa

Dabei ging es auch um die Frage, ob Schalke in der Winterpause personell nachlegen werde. Natürlich gab Tedesco seine Personalpläne nicht preis, aber zum früheren Kölner Stürmer Anthony Modeste nahm er Stellung.

Wie viel Phantasie brauchen Sie zurzeit, um ihre Offensivspieler aufs Spielfeld zu bekommen?
Es ist schon ein bisschen verhext. Bei Breel Embolo ist es unwahrscheinlich, dass er in diesem Jahr noch spielen kann, bei Mark Uth ist es ähnlich. Guido Burgstaller plagen kleinere Probleme an der Leiste. Bei ihm glauben wir, dass es nichts Schlimmeres ist. Nichtsdestotrotz jammern wir nicht. Wir haben einen breiten Kader. Das ist jetzt die Chance für andere Spieler.

Wie zum Beispiel für Haji Wright?

Seine Trainingseinheiten waren gut. Alles andere sehen wir dann.

Machen Sie sich Gedanken über die Taktik, weil Ihnen die Mittelstürmer ausgehen?

Wir haben ja noch Spieler im Kader, die im Zentrum spielen können, wie Franco Di Santo oder Steven Skrzybski. Es ist nicht so, dass wir jetzt etwas komplett in unserer Spielweise ändern müssen.

Wird es im Kader in der Winterpause Veränderungen geben?

Wir machen uns immer Gedanken und sind gerade dabei, uns das gut zu überlegen. Wir müssen solide in die Winterpause kommen.

Wäre ein Spieler wie Anthony Modeste, der sich bei der U23 des 1. FC Köln fit hält, eine geeignete Verstärkung?

Zu Namen sagen wir grundsätzlich nichts. Aber mal ganz neutral gesprochen: Er ist ein Torjäger, der eine gute Quote hatte, egal, wo er spielte. Er ist ein guter Spieler mit dem richtigen Näschen. Aber seine Vertragssituation soll ja nicht so einfach sein.

Was macht Sie optimistisch, dass Schalke im Heimspiel gegen Nürnberg die Kurve kriegt?

Das Training. Wir hatten endlich mal eine Woche, wo wir konzeptionell arbeiten konnten. Vor dem Frankfurt-Spiel, wo wir 60 Minuten auf Augenhöhe waren und dann allerdings verdient verloren haben, haben wir in neun Spielen nur eine Niederlage kassiert. Das stimmt mich positiv.

Ist die Länderspielpause gut, um mal durchzuschnaufen?

So viel Zeit bleibt ja nicht. Am Sonntag spielen wir in St. Petersburg. Nur Montag machen wir frei. Danach wird durchtrainiert, damit wir optimal vorbereitet in die Partie gegen Nürnberg gehen.

Testspiel in einer Länderspielpause sind bei Ihnen nicht üblich. Passt Ihnen dieses Spiel überhaupt in den Kram?

Grundsätzlich sind Testspiele nie verkehrt. Wir haben hier auf Schalke nur die Problematik, dass wir viele Nationalspieler haben. Jetzt können wir Spieler wie Steven Skrzybski oder Bastian Oczipka nach längeren Verletzungspausen testen.

Naldo saß in den vergangenen drei Pflichtspielen nur auf der Ersatzbank. Warum?

Naldo ist und bleibt für uns ein enorm wichtiger Spieler, auf und außerhalb des Platzes. Als er das erste Mal draußen saß, hatte das mit der Belastungssteuerung zu tun. Danach hing es damit zusammen, dass es Benjamin Stambouli, Salif Sané und Matija Nastasic in der Dreierkette sehr gut gemacht haben. Wir hatten Stabilität und Erfolgserlebnisse. Das war eine Entscheidung für die drei Jungs, aber nicht gegen Naldo.

Und Naldo akzeptiert das?

Ja. Wir haben ein offenes und ehrliches Verhältnis. Naldo ist ein absoluter Teamplayer, der auf der Bank mitfiebert. Seine Zeit wird wieder kommen.

Fehlt ihm etwas im Vergleich zur vergangenen Saison?

Der Rhythmus, weil die vergangene Spielzeit ohne Champions League ganz anders war. Da hatten wir einen extrem kleinen Kader mit allen Vor- und Nachteilen. Dabei überwogen die Vorteile, weil fast jeder spielte.

Und jetzt?

Wir haben mehr Spiele. Da müssen wir einen guten Mittelweg zwischen Rotation und Kontinuität finden, damit die Frische der Spieler erhalten bleibt. Aber glauben Sie mir: Wir schreiben keinen Spieler ab. Da gehören auch Abdul Rahman Baba und Johannes Geis dazu.

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